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Video Präsentation des MHero 1 der Dongfeng-Tochter

Redaktion (allg.)

800 kW (1.088 PS), 1.400 Nm und Innentürgriffe in Pistolenform: Der MHero 1 ist als Meisterstück von Dongfeng und martialischer Offroad-Revolverheld konzipiert – der fast überall hinkommt.

Wer echte Hardcore-Geländegänger vermisst und sich gern auch mal abseits befestigter Straßen richtig austobt, könnte im MHero 1 eine elektrische Alternative zum EQG finden. Um dieses Auto zu verstehen, muss man etwas tiefer in seine Historie einsteigen, denn seine Basis ist militärischen Ursprungs. In China gibt es gepanzerte Verwandte von ihm, die mit echten Waffensystemen ausgerüstet werden können, während der MHero 1 mit seinen Türgriffen in Pistolenform einmal mehr dem chinesischen Spieltrieb frönt, umso mehr, als man ein Geräusch einstellen kann, das nach dem Türschließen „nachlädt“. Der Schuss selbst ist dann das solide Schlagen der Tür, nachdem man den MHero1 über das mal mehr und mal weniger guit ausfahrende Trittbrett erklommen hat: Selbst große Menschen müssen ihn erklettern und freuen sich über einen Handgriff, an dem man sich hineinziehen kann.

In einen leer 3.410 kg (!) wiegendes Monster, dessen 142-kWh-Akku allein schon um die 850 kg auf die Waage bringen soll und das immerhin bis zu 510 kg zuladen und bis zu 2.500 kg anhängen darf. Interessanterweise wirkt der MHero 1 aber größer als er ist: Mit 2,08 Metern baut er zwar ordentlich (zu) breit und mit gut 1,93 Metern ungefähr sio hoch wie ein Land Rover Defender, aber mit knapp 4,99 Meter ist er kürzer als ein Kia EV9, addiert man allerdings die 20-Liter-Heckbox fürs Ladekabel (abgeleitet von den Reserverädern der Hardcore-Offroader) hinzu, streckt er sich auf knapp 5,10 Meter Länge…kurzer Check des Innenraumangebotes: Auch für große Menschen auf allen Plätzen immer mehr als genug, trotz „nur“ 2,95 Meter Radstand.

Es sind übrigens alle Sitze elektrisch verstell-, heiz- und kühlbar und bieten mehrere Massageprogramme, sodass Raumnutzern eigentlich nur eine Längsverstellung der Rücbank fehlt und ein größerer Kofferraum, denn die 452 bis 1.137 Liter Volumen sind die Fahrzeugkategorie und –größe - nun ja, sagen wir mal – sehr dezent ausgefallen, aber dank quaderförmiger Auslegung immerhin gut nutzbar.

Digital lässt sich (fast) alles einstellen – in vergleichsweise klaren und gut übersetzten Menüstrukturen. Im gemischten Betrieb kann ihn auf 23,6 kWh/100 km netto, das sind rund 26 kWh brutto, heruntergehungern. Dann wären statt den kolportierten 450 km Reichweite nach WLTP gar gut 500 drin, in der Regel dürfte man aber eher bei 250 bis 300 km landen, im Winter und im harten Offroad-Einsatz eher bei noch weniger. Das Laden? Eher lahm: 11 kW AC, maximal 100 kW DC, sodass schon der Hub von 30 auf 80% rund 47 Minuten dauert...

Und am Ende gefällt uns vor allem die digital verspielte Ehrlichkeit des MHero 1, der auch optisch ganz eigene Wege geht. In der Schweiz ruft die Noyo AG 148.990 Franken für ihn auf, was nach aktuellem Kurs mit deutscher Mehrwertsteuer von 19 statt 8,1%gut 164.164 Euro brutto (oder 137.953 Euro netto) wären…was für viele abseits bezahlbarer Straßen liegt. Doch aktuell ist es (noch) einfacher, 1000-PS-Elektro-Geländewagen für 150.000 Euro zu bauen, als 100-PS-Hardcore-Stromer für 15.000 Euro. Den MHero 1 in Jimny-Größe – er wäre der Verkaufsheld, auf den so viele warten würden…

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