Zum Beispiel Augsburg: Mobil-Flat vereint Öffis, Rad und Auto

Per Flat gegen hohe Spritpreise: Die Lech-Metropole hängt das große München ab und führt eine Mobilitätsflat ein, die Bus&Tram, Rad per Nextbike sowie Carsharing vereint. Preise von 67 bis 129 Euro/mtl.

Läuft am Lech! In Augsburg gab es den politischen Willen, eine Mobilitätsflat umzusetzen - und die gibt es jetzt. Sie vereint ÖV, Rad und Auto in einem Angebot und soll den Besitz eines eigenen Fahrzeugs erübrigen. | Foto: Screenshot
Läuft am Lech! In Augsburg gab es den politischen Willen, eine Mobilitätsflat umzusetzen - und die gibt es jetzt. Sie vereint ÖV, Rad und Auto in einem Angebot und soll den Besitz eines eigenen Fahrzeugs erübrigen. | Foto: Screenshot
Johannes Reichel

Die bayrisch-schwäbische Metropole Augsburg hat eine Mobilitätsflat eingeführt, mit der Bürger*innen nicht nur die öffentlichen Verkehrsmittel aus Bus & Tram, sondern auch Leihräder von Nextbike sowie die Sharingautos des stadteigenen Dienstes nutzen können. In drei Kategorien sowie Basis und Premium-Einstufung können Nutzer*innen das Angebot auf die eigenen Bedürfnisse zuschneiden. Die Preisspanne des swa-Angebots beginnt bei 67 Euro monatlicher Rate für die Basis-Flat S mit ÖV-Abo Innenraum, 30 Minuten kostenfreie Radleihe (mehrfach tgl.) sowie 60 Stunden oder 600 Kilometer Jahreskontingent Sharingfahrzeug.

Top-Package bildet dann das Angebot Premium L, das die Mitnahme von vier Kindern und drei Erwachsenen im ÖV-Innenraum, die Radleihe bis 30 Minuten kostenfrei (mehrfach tgl.) sowie vor allem 3.600 Jahreskilometer oder 360 Stuunden im Sharing-Auto erlaubt. Zudem gibt es hier für das Carsharing eine Partnerkarte. Die höheren Kosten der jeweiligen Pakete bemessen sich also primär am teuersten Transport- und Verkehrsmittel, dem Auto, während das Grundangebot an ÖV und Leihrad immer ähnlich ist. Immer enthalten ist übrigens die Nutzung in 17 weiteren Sharing-Verbund-Regionen. Die Erstlaufzeit des Vertrags beträgt zwölf Monate. Bisher richtet sich das Angebot dezidiert an Privatkunden.

"Man hat die Freiheit, überall immer irgendwann etwas zu nehmen, was am besten ist für den Fall", erklärte Autoumsteiger José Almeida, der im Vergleich zum eigenen Auto tausende Euro im Jahr spart, gegenüber BR24.

Die Stadt Augsburg hatte zudem bereits im Jahr 2020 die sogenannte Cityzone eingeführt, bei der man im Innenstadtbereich kostenlos mit dem ÖV fährt. Das lässt sich die Kommune mehrere Hunderttausend Euro im Jahr kosten.

"Hier in Augsburg mit der Cityzone der kostenlosen gab's eben den politischen Willen. Das Geld wurde zur Verfügung gestellt, und dann wurde die Zone eingerichtet", erklärte der Sprecher der Stadtwerke Augsburg Jürgen Fergg in BR24.

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