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Zulassungen: Hybride schwächeln, Stromer ziehen an

Der VDA vermeldet weiter schwächelnden Absatz von Plug-In-Hybriden, wohingegen die reinen BEV gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent zulegen. Sonst ziehen Produktion und Export weiter an, vom Vorkrisen-Niveaus bleibt man aber noch weit entfernt.

Nach Ende der Förderung brechen die PHEVs weiter ein, BEV erfreuen sich dagegen weiter guter Nachfrage, wie etwa auch die Lieferzeiten beim VW-Volumenmodell ID.3 zeigen, der in der Gläsernen Manufaktur in Dresden ausgeliefert wird. | Foto: Volkswagen
Nach Ende der Förderung brechen die PHEVs weiter ein, BEV erfreuen sich dagegen weiter guter Nachfrage, wie etwa auch die Lieferzeiten beim VW-Volumenmodell ID.3 zeigen, der in der Gläsernen Manufaktur in Dresden ausgeliefert wird. | Foto: Volkswagen
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Redaktion (allg.)
von Johannes Reichel

In Deutschland wurden im Februar 206.200 Pkw neu zugelassen und damit 3 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Der negative Jahresstart im Januar wurde damit ausgeglichen, sodass sich der deutsche Markt nach den ersten beiden Monaten dieses Jahres insgesamt wieder auf Vorjahresniveau befindet, vermeldete der Verband der Automobilindustrie VDA. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 liege der deutsche Pkw-Markt jedoch weiterhin deutlich zurück, bilanziert der VDA: Im abgelaufenen Monat wurden noch gut 23 Prozent weniger Fahrzeuge neu zugelassen als noch im Februar 2019. Die Elektro-Neuzulassungen (BEV, PHEV, FCEV) gingen im Februar um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück und erreichten ein Volumen in Höhe von insgesamt 44.400 Einheiten. Entscheidend für den Rückgang sei ein deutlicher Einbruch bei den Plug-In-Hybriden (PHEV): 11.900 neu registrierte Fahrzeuge bedeuten ein Minus von 45 Prozent im Vergleich zum Februar des Vorjahres. Die zum Jahresende ausgelaufene staatliche Förderung drückt weiterhin deutlich auf die Neuzulassungszahlen dieses speziellen Untersegments. Die Neuzulassungen von rein batterieelektrischen Pkw (BEV) stiegen im Februar gegenüber dem Vorjahresmonat um knapp 15 Prozent auf ein Niveau von 32.500 Einheiten. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres wurden insgesamt 71.400 E-Pkw abgesetzt. Das sind 20 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
 

Deutsche Hersteller: Inland schwächelt weiter

Bei den deutschen Herstellern gingen die Auftragseingänge aus dem Inland erneut deutlich zurück. Im Vergleich zum Vorjahr wurden im Februar 37 Prozent weniger Bestellungen registriert. Der ausländische Auftragseingang lag im Februar 3 Prozent unterhalb des Vorjahresniveaus. Im bisherigen Jahresverlauf ging das Ordervolumen aus dem Ausland damit gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent zurück. Das Fertigungsniveau in deutschen Produktionsstätten der Automobilindustrie lag im Februar zum zehnten Mal in Folge über dem des jeweiligen Vorjahresmonats. Es liefen im vergangenen Monat 382.600 Pkw von den Bändern. Das sind 24 Prozent mehr als im Februar 2022. In den Monaten Januar und Februar wurden insgesamt knapp 708.300 Fahrzeuge produziert (+26 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Trotz der positiven Tendenz der vergangenen Monate, die insbesondere in der sich sukzessive verbessernden Versorgungslage mit Vor- und Zwischenprodukten begründet ist, verbleibt das Produktionsniveau noch signifikant unterhalb des Vorkrisenniveaus. So wurden in den ersten beiden Monaten des aktuellen Jahres 13 Prozent weniger Fahrzeuge hergestellt als im letzten Vor-Corona-Jahr 2019. Ähnlich wie die Produktion entwickelte sich der Export: Im Februar wurden 278.000 Pkw an Kunden in aller Welt ausgeliefert (+24 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat).

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