ZF und Wolong starten Joint Venture

Das Ziel von „Wolong ZF Automotive E-Motors Co Ltd.“ ist die Entwicklung und Produktion von Elektromotoren und -komponenten.

Joint Venture-Strat per Videoübertragung in Schweinfurt: Jörg Grotendorst, Leiter Division E-Mobility bei ZF (rechts) unterzeichnet den Vertrag, neben ihm Dr. Andreas Fink, Leiter Produktlinie Elektrische Antriebstechnik. | Foto: ZF
Joint Venture-Strat per Videoübertragung in Schweinfurt: Jörg Grotendorst, Leiter Division E-Mobility bei ZF (rechts) unterzeichnet den Vertrag, neben ihm Dr. Andreas Fink, Leiter Produktlinie Elektrische Antriebstechnik. | Foto: ZF
Gregor Soller

Bereits im November unterzeichneten beide Partner ihren Kooperationsvertrag. Dabei wird ZF Friedrichshafen 26 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen halten, die restlichen Anteile liegen bei Wolong. Das chinesische Unternehmen ist bereits seit 2018 Lieferant für die E-Mobility-Division von ZF, künftig werden die zugelieferten Komponenten dann aus einer gemeinsamen Fertigung stammen, wodurch sich auch die Position von ZF in China verstärkt. Jörg Grotendorst, Leiter der ZF-Division E-Mobility, formuliert das so:

„Das Joint Venture mit Wolong stärkt unsere Marktposition und Wettbewerbsfähigkeit auch in China, dem nach wie vor größten Markt für Elektromobilität weltweit. Da wir vor Ort bereits vorhandene Kapazitäten für Entwicklung und Produktion nutzen, können wir nun sofort operativ starten.“

Große Stückzahlen sind allerdings erst für 2021 geplant. Produziert wird dann unter anderem an dem chinesischen Standort Shenyang im Nordosten Chinas. Später plane das Gemeinschaftsunternehmen auch weitere Standorte in der EU und Nordamerika geplant – mit hohen Zielen: Das Joint Venture wollen die Partner laut Jiancheng Chen, dem Vorsitzenden von Wolong Electric „zu einem globalen Marktführer für Fahrzeugmotoren mit nachhaltigen Energiequellen machen“.

Konkret wird das Joint Venture wird auch Komponenten für das neue ZF-Hybridgetriebe zuliefern. Für die neue Acht-Gang-Automatik mit Hybridmodul hat ZF von BMW und FCA bereits große Aufträge erhalten. Der Vertrag wurde wegen der Reiseeinschränkungen übrigens per Videobotschaft an zwei Standorten unterzeichnet.

Was bedeutet das?

In Zeiten des Corona-Virus unterschreibt man Verträge doppelt – an zwei Örtlichkeiten. Mit Wolong hat ZF für die Zukunft noch große Pläne.

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