ZF tritt globaler Blockchain-Initiative bei

ZF beteiligt sich als Gründungsmitglied an der Mobility Open Blockchain Initiative (MOBI), um einheitliche Standards zu erarbeiten.

Mit der Initiative will ZF neue Blockchain-Standards miterarbeiten. | Foto: ZF
Mit der Initiative will ZF neue Blockchain-Standards miterarbeiten. | Foto: ZF
Gregor Soller

MOBI, eine Vereinigung von führenden Unternehmen und Organisationen der Automobil- und Technologieindustrie, will ein einheitliches Blockchain-Netzwerk schaffen. Mit der Teilnahme an der Initiative wollen ZF und andere Mitglieder den Mobilitätssektor mit geschützten, dezentralen Blockchain-Anwendungen effizienter, sicherer und kostengünstiger gestalten.

Um Hacker am Daten sammeln zu hindern, muss Fahrzeug- und Infrastruktursoftware in Zukunft noch besser vor Cyberangriffen geschützt werden. Mit Blockchain können zukünftige digitale Mobilitätsanwendungen vor Manipulationen und kriminellen Abgriffen abgesichert werden, da diese Technologie Daten dezentral kryptografisch verschlüsselt und damit vor Manipulationen geschützt übermittelt. Bisher konnte sich die Autolindustrie aber noch nicht auf einheitliche Standards für diese Technologie verständigen. Deshalb beteiligt sich ZF als Gründungsmitglied zusammen mit anderen führenden Organisationen an der Mobility Open Blockchain Initiative (MOBI). Das Ziel der Allianz ist, Kompatibilitätsstandards für Blockchain-Anwendungen zu etablieren und einen offenen, innovationsgetriebenen Markt für digitale Services aller Mobilitätsbereiche zu schaffen.

Ein einheitliches Blockchain-Netzwerk erlaubt es Fahrzeugen, Serviceanbietern oder Infrastruktureinrichtungen, direkt miteinander zu kommunizieren. So können Verkehrsteilnehmer lokal und direkt mit Steuer- und Verkehrsbehörden sowie mit Cloud-Services Transaktionen abwickeln statt indirekt über ein zentrales Rechenzentrum. Das eliminiert die Komplexität und Abhängigkeit, die normalerweise mit solchen Vorgängen verbunden ist, da derzeit jeder Anbieter solcher Services unterschiedliche Anforderungen an die Softwarearchitektur stellt. Mit einem gemeinsamen Standard würden sich außerdem Fahr- und Diagnosedaten leichter speichern, übertragen und auswerten lassen. Davon profitieren angesichts kommender autonomer Fahrzeuge insbesondere Taxi- und Mitfahr-Anbieter. Blockchain-Technologie kann außerdem dabei helfen, Betrugs- und Manipulationsversuche sowie Cyberangriffe zu verhindern.

Was bedeutet das?

Durch die gemeinsame Zusammenarbeit von MOBI für einen einheitlichen Blockchain-Standard kann die Automobilindustrie schneller einen Markt für hochwertige, sichere und kompatible digitale Services einrichten. Mittelfristig will die Initiative diesen Markt auch dem öffentlichen Nahverkehr und Fahrgemeinschaften öffnen, was das Verkehrsaufkommen reduzieren und die Umwelt entlasten könnte.

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