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ZF gründet KI-Zentrum im Saarland

ZF erhöht das Tempo in Sachen KI: An der Uni Saarbrücken gründet ZF ein eigenes Technologiezentrum mit Schwerpunkt künstliche Intelligenz.

Feierliche Eröffnung: Der in Kooperation mit e.GO Automobile in Aachen entwickelte Mover soll eines der ersten autonom fahrenden Fahrzeuge von ZF werden. Er braucht KI. | Foto: ZF
Feierliche Eröffnung: Der in Kooperation mit e.GO Automobile in Aachen entwickelte Mover soll eines der ersten autonom fahrenden Fahrzeuge von ZF werden. Er braucht KI. | Foto: ZF
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Gregor Soller

ZF investiert weiter in den Standort Saarland: „Für ZF ist Saarbrücken als Standort für sein neues Kompetenzzentrum eine logische Wahl. Unter dem Begriff ‚Digitales Saarland' ist die Region inzwischen zum Dreh- und Angelpunkt für Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Cybersecurity geworden", lobt ZF-Vorstandsvorsitzender Wolf-Henning Scheider. So sitzt auch das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, das ebenfalls auf dem Uni-Campus logiert, mit im Boot.

„Eine der großen Herausforderungen für autonomes Fahren ist das Training von KI-Systemen.“

Das erklärt Arnold Schlegel, Entwicklungsingenieur bei ZF und Experte für autonomes Fahren und Künstliche Intelligenz und fragt weiter: „Wie lässt sich ein System testen, das darauf ausgelegt ist, plötzlich auftretende Probleme zu lösen? Virtuelles Training wird dazu beitragen, diese Hürde bald zu bewältigen.“ Als Beispiel führt Schlegel die Reaktion eines autonom fahrenden Autos beim falschen Verhalten eines anderen Autofahrers an. Heute reagiert der Mensch am Lenkrad in einem solchen Fall intuitiv und manchmal sogar unbewusst. Für das Auto von morgen gilt es, ihm diese Art von Bauchgefühl beizubringen.

Trotzdem beleuchtet man auch die andere Seite: Gelangt die Technologie in die falschen Hände, könnten die potenziellen Gefahren den großen Nutzen zerstören. Beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz, insbesondere im Straßenverkehr, ist für ZF neben der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer ein Höchstmaß an Datenschutz und IT-Sicherheit unabdingbar. Daher wird das neue ZF-Technologiezentrum eng mit dem Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit (CISPA), das in unmittelbarer Nachbarschaft ebenfalls an der Uni Saarbrücken arbeitet, kooperieren.

Die eigenen Cybersecurity-Experten sollen intensiv mit dem CISPA daran arbeiten, neue KI-Entwicklungen und Algorithmen auf dem Weg in die Serienproduktion gegen Cyberattacken abzusichern. ZF setzt damit seine „Vision Zero“ von null Emissionen und null Unfällen im Straßenverkehr auch digital konsequent fort.

Was bedeutet das?

ZF hält an seinem Motto „Vision Zero“ fest und investiert weiter in KI. Der Vorteil, wenn man das mit einer Hochschule und Instituten tut: Diese agieren frei von technischen Vorbelastungen und Zwängen und kommen so leichter und schneller auf „Start-up-Lösungen“, was wiederum ZF für sich nutzen kann.

 

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