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ZF Aftermarket: Maßgeschneiderte Reparatur-Kits für Elektroantriebe

Die Reparaturen sind ohne Ausbau des Elektroantriebs durchführbar.

Unter den 43 Reparatur-Kits befinden sich z.B. Sets zur Reparatur der Parksperre sowie verschiedene Sensoren oder Abdeckungen. (Foto: ZF)
Unter den 43 Reparatur-Kits befinden sich z.B. Sets zur Reparatur der Parksperre sowie verschiedene Sensoren oder Abdeckungen. (Foto: ZF)
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Claus Bünnagel

ZF Aftermarket bietet ab sofort maßgeschneiderte Reparatur-Kits für Elektroantriebe an. Adressaten dafür sind vor allem Freie Werkstätten. Verwendet werden können die Kits für insgesamt 43 Reparaturszenarien an elektrischen Achsantrieben. Folgende Reparaturen lassen sich damit ausführen: ​​​​​​

  • Undichte Kühlmittelanschlüsse ersetzen
  • Defekte Parksperren reparieren
  • Motorhalterungen austauschen (beispielsweise nach einem Unfall)
  • Geschwindigkeits- oder Temperatursensoren wechseln
  • Antriebswellen austauschen

In Shanghai vorgestellt

Die Reparatur-Kits wurden jüngst auf der Automechanika Shanghai vom 29. November bis zum 2. Dezember 2023 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die genauen Inhalte der einzelnen Kits können im ZF-Aftermarket-Online-Produktkatalog bzw. in der Broschüre in unserem Anhang eingesehen werden. Für die Zukunft hat ZF Aftermarket weitere Reparatur-Kits für verschiedene Fahrzeughersteller geplant.

Was beachtet werden muss

Die Kits enthalten alle Ersatzteile, Befestigungselemente und Hilfsmittel, die für die jeweilige Reparatur nötig sind. Bei keiner dieser Arbeiten muss der Elektromotor bzw. der elektrische Achsantrieb ausgebaut werden. Allerdings müssen die Werkstätten darauf achten, dass ausschließlich Personen mit Hochvoltausbildung die entsprechenden Arbeiten ausführen. Um die Fahrzeuge für eine Reparatur spannungsfrei zu schalten, ist die Ausbildungsstufe 2S nach DGUV 209-093 vorgeschrieben. Eine solche Ausbildungsstufe kann z.B. im entsprechenden Trainingsprogramm von ZF Aftermarket erlangt werden.

Hintergrund

Elektrische Antriebssysteme gelten zwar als besonders verschleißarm und besitzen im Vergleich zu Verbrennungsmotoren nur wenige bewegte Teile. Doch daraus abzuleiten, dass es bei Elektroautos am Antrieb keinerlei Reparaturbedarf geben wird, wäre falsch. Nach jahrelanger Nutzung können auch hier Schäden an Bauteilen auftreten – sei es durch Verschmutzung oder Korrosion von Kontaktstellen, durch den Verlust der Abdichtung, durch Marderbiss oder durch Unfälle.

Oftmals sind davon gar nicht die zentralen Komponenten wie E-Motor oder Leistungselektronik betroffen, sondern lediglich Peripherieteile wie Sensoren, Stecker, Gehäuse oder Kabel. Bislang gab es Ersatzteile dafür nur beim Autohersteller, weil die meisten Elektroautos sich noch in der Herstellergarantie befanden. Doch das ändert sich mit dem zunehmenden Alter der Fahrzeuge.

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