Zeus: Neuer E-Scooter-Dienst startet in Heidelberg

Der irische Sharing-Anbieter Zeus will mit einem dreirädrigen und besonders fahrstabilen Gefährt punkten und in Kooperation mit Kommunen zügig in weitere Städte expandieren.

Zurück zum Dreirad: In der Studentenstadt Heidelberg hofft der neue Anbieter auf einen guten Start in den deutschen Markt. | Foto: Zeus
Zurück zum Dreirad: In der Studentenstadt Heidelberg hofft der neue Anbieter auf einen guten Start in den deutschen Markt. | Foto: Zeus
Johannes Reichel

Und noch ein weiterer Player auf dem schnell regenerierenden Markt der E-Tretroller: Der irische Anbieter Zeus hat in Heidelberg den Startschuss für den Roll-Out seines Sharing-Dienstes in Deutschland gegeben, im Rahmen einer E-Scooter-Parade durch die Stadt. Vorerst 50 Roller stehen per App buchbar im Rahmen einer Kooperation mit dem lokalen Verkehrsnetzbetreiber VRN zur Verfügung. Die Zahl soll rasch auf bis zu 200 Exemplare ausgedehnt werden. Das besondere an den etwa 24 Kilo schweren E-Scootern aus Irland ist, dass sie über zwei Vorderräder verfügen, was für mehr Fahrstabilität sorgen soll. Der Heidelberger Oberbürgermeister Eckart Würzner hält das Konzept der E-Scooter für richtungsweisend und als einen Teil der Verkehrswende:

"Nicht nur der Umwelt-Aspekt ist für uns bedeutend. Auch der innovative Charakter von ZEUS passt ideal zu unsere Fahrrad-Stadt Heidelberg", erklärte Würzner vor Ort.

 

Die Zeus Scooters GmbH (ZEUS) hat mit dem VRN dazu eine Vereinbarung über die Vermietung von E-Rollern in Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen geschlossen. In Limburgerhof darf das Unternehmen ein Depot nutzen, in dem die Roller gelagert und vom ZEUS Logistik- und Wartungsteam instand gehalten werden. Jeder der Roller ist mit bordeigenem IoT (Internet of Things) ausgestattet, wird von einer austauschbaren Batterie gespeist und erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 20 km/h. Der Zeus E-Roller kann bis zu 60 km weit fahren.

Bis 2021 will man 7.000 Roller in Europa betreiben

Neben einer Freischaltgebühr von 1 Euro fallen bei der Nutzung 19 Cent pro Minute an. Darüber hinaus gibt es einen "Parkmodus", bei dem sich der Roller stoppen lässt, ohne ihn zurückgeben zu müssen, sodass er schnell wieder zur Verfügung steht. Geofencing-Technologie verhindert allerdings, dass der Roller in Verbotszonen abgestellt werden kann. Der irische Anbieter habe Vereinbarungen für den Roll-Out in sechs weiteren Städten und sei im Gespräch mit 28 Kommunen in ganz Europa. Das Ziel ist es, bis 2021 etwa 7.000 E-Tretroller auf den Straßen zu betreiben, so der Anbieter.

Nette Idee: Teil der Einnahmen wird gespendet

Originell am neuen Sharing-Dienst ist auch das sogenannte "ZEUS Give Back Program", bei dem der Anbieter einen prozentualen Anteil der Einnahmen an gemeinnützige Projekte in der Stadt spenden will. Welches Projekt mit der Spende unterstützt wird, können die sogenannten "Zeuser" per Voting über die App entscheiden. Mit der Fahrtdauer steigt damit auch der Nutzen für die Stadt.

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