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ZEG plant bundesweite Sternfahrten: Radeln für Freiheit und Demokratie

"Steht auf gegen Rechts": Die Zweirad-Einkauf-Genossenschaft will ein Zeichen gegen den Rassismus und für Freiheit und demokratische Werte setzen und plant Sternfahrten in ganz Deutschland. ZEG: "Fahrrad steht für Toleranz auf der Straße und in der Gesellschaft, die es zu verteidigen gilt".

Radeln gegen Rassismus und Rechtsruck: Die ZEG positioniert sich in der aktuellen Lage klar - und will Radtouren für Demokratie in ganz Deutschland veranstalten. | Foto: ZEG
Radeln gegen Rassismus und Rechtsruck: Die ZEG positioniert sich in der aktuellen Lage klar - und will Radtouren für Demokratie in ganz Deutschland veranstalten. | Foto: ZEG
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Johannes Reichel

Auch die Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft ZEG hat vor dem Hintergrund des zunehmenden Rassismus und des Höhenflugs der AfD für Toleranz und Rücksichtnahme auf der Straße sowie für Vielfalt, Freiheit und Demokratie im gesellschaftlichen Kontext geworben. Bei der ZEG mit ihren über 1.000 Fachhändlern und deren rund 20.000 Mitarbeitenden sei kein Platz für demokratiegefährdendes oder gar völkisches und rassistisches Gedankengut, erklärte der Händlerverbund. Um ein Zeichen dagegen zu setzen, sind im Frühjahr und Sommer Sternfahrten für Radfahrende in ganz Deutschland geplant, die gemeinsam mit den Partnern organsiert werden. 

„Radfahrer sollen ein Zeichen setzen für Freiheit und Demokratie!“, kündigte Georg Honkomp, Vorstandsvorsitzender der ZEG, in Köln an.

Für Radelnde sei selbstverständlich, dass wo unterschiedliche Menschen oder Interessen aufeinandertreffen, Toleranz gefragt sei. Etwa auch auf der Straße etwa, wo sich Fahrrad bzw. E-Bike und Kraftfahrzeug den Verkehrsraum teilen oder auf Wegen, die sich Radfahrende und Fußgänger teilen, oder im Wald, wo die einen mit dem MTB Spaß haben und die anderen mit ihrem Hund spazieren gehen wollen, skizzierte der Verbund. Menschenwürde und Rechtssicherheit seien das unantastbare gesellschaftliche Grundgerüst „Leben und leben lassen“, ist die Devise, wo man auf unterschiedliche Menschen und ihre unterschiedlichen Interessen trifft. Und was im Straßenverkehr oder in der Freizeit gelte, müsse auch bei den Leitlinien unserer Gesellschaft Bestand haben. Die Gleichbehandlung aller Individuen, Menschenwürde und Rechtssicherheit müssten ein gesellschaftliches Grundgerüst sein, an dem nicht gerüttelt werden darf, so die ZEG.

„Als Europas größte Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft stehen wir in der Mitte unserer Gesellschaft. Uns eint die Freude am Radfahren, die Begeisterung für moderne Zweiradtechnik und der Wunsch, hochwertige Produkte anzubieten und fair zu beraten. Die Vielfalt, die Kundinnen und Kunden sowie unsere Mitarbeitenden auszeichnet, ist für uns ein hohes Gut, das es unbedingt zu erhalten gilt. Und deshalb wollen wir, will die ZEG, jeglichem rassistischen, völkischen und nationalistischen Gedankengut eine klare Absage erteilen. Treten Sie mit uns für die Verteidigung freiheitlicher und demokratischer Werte ein – ebenso, wie Sie auf dem Fahrrad oder E-Bike für Toleranz und Rücksichtnahme stehen.“

Nun aber hätten einige Mitglieder einer im Bundestag und in Länderparlamenten vertretenen Partei über die millionenfache Vertreibung von Menschen aus unserem Land diskutiert. Und ob man nun mit bestimmten politischen Entscheidungen oder gesellschaftlichen Entwicklungen einverstanden ist oder nicht, ob man manche Dinge vorbehaltlos unterstützt oder kritisch sieht: Wo das Grundgesetz ausgehöhlt werden solle, wo man Nachbarn, Freunden und nicht zuletzt Kolleginnen und Kollegen pauschal das Aufenthaltsrecht entziehen wolle, sei ein Punkt erreicht, an dem man zu bestimmten politischen Ansichten, Parteien und Personen nicht mehr schweigen kann.

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