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Xpeng Motors G3: Teslas Model Y auf chinesisch

Das chinesische Elektroauto-Start-up Xpeng Motors präsentierte sein erstes Modell: Dessen Entwicklung stützt sich auf frei verfügbare Tesla-Patente.

Dass Xpeng sich an Tesla orientiert, sieht man auch optisch. | Foto: Xpeng
Dass Xpeng sich an Tesla orientiert, sieht man auch optisch. | Foto: Xpeng
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Gregor Soller

Wie die Plattform „electrive net“ berichtet, soll das fünfsitzige E-SUV vor Subventionen in China ab 227.800 Yuan (knapp 30.000 Euro) angeboten werden. Firmenchef He Xiaopeng griff bei der Entwicklung auf frei verfügbare Tesla-Patente zurück, entsprechend bietet auch der Xpeng einen „Pilot“, der das teilautonome Fahren unterstützt. Der G3 leistet bis zu 145 kW, und soll mindestens 350 Kilometer Reichweite – allerdings nach NEFZ – bieten, was in der Realität eher 250 bis maximal 300 Kilometer bedeutet.

Der Akku soll es sich um ein eigenentwickeltes zweilagiges Batteriepaket sein, dass eine Alulegierung nutzt, die angeblich in der Luft- und Raumfahrt verwendet wird. Laut „electrive.net“ sollen in China bis Ende 2019 rund 70 Verkaufsstellen entstehen, zusätzlich zu 15 Direktvertriebs- und Servicestützpunkten in Peking, Shanghai, Guangzhou, Shenzhen und Hangzhou. Darüber hinaus plant auch Xpeng den Aufbau eines Schnellladenetzes mit bis zu 1.000 Säulen innerhalb von drei Jahren, wobei die ersten 100 Ladevorrichtungen noch vor Jahresende 2019 errichtet sein sollen.

Interessant ist der Hintergrund: In mehreren Finanzierungsrunden soll Xpeng insgesamt mehr als 10 Milliarden Yuan (rund 1,3 Milliarden Euro) eingesammelt haben, unter anderem sollen auch Alibaba und Foxconn als Investoren eingestiegen sein. Neben seinem Hauptsitz in Guangzhou verfügt Xpeng über Forschungs- und Entwicklungsabteilungen in Peking, Shanghai, im Silicon Valley (USA) und Zhaoqing (Provinz Guangdong). In Zhaoqing soll eine eigene Produktionsstätte entstehen, die bis Jahresende 2019 startbereit sein soll. Aktuell kooperiert man mit Haima Automobile, um den G3 produzieren zu können. Die Kapazität von Haima bietet für Xpeng derzeit 150.000 Fahrzeuge pro Jahr.

Was bedeutet das?

Aktuell schießen chinesische E-Auto-Startups wie Pilze aus dem Boden. Interessant sind dabei vor allem die Hintergründe der Finanzierung, der Entwicklung und der Fertigung. Letztere erfolgt oft bei chinesischen Verbrennermarken, die dafür Kapazitäten freistellen, übrig haben oder einrichten. In diesem Fall ist zudem interessant, wie sehr sich Xpeng aufgrund der offenen Tesla-Patente an der US-Marke orientiert.

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