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Xpeng liftet P7 zum P7i

Nachdem Xpeng anfänglich dezent besser aus den Puschen kam als Nio, hat sich die Expansionskraft etwas abgeschwächt: Eigentlich hätten wir für 2023 den Start in Deutschland im Business-Segment erwartet, stattdessen ird der P7 jetzt erstmal geliftet.

Der P7i ist das wichtigste Xpeng-Modell und soll perspektivisch auch in Deutschland angeboten werden. | Foto: Xpeng
Der P7i ist das wichtigste Xpeng-Modell und soll perspektivisch auch in Deutschland angeboten werden. | Foto: Xpeng
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Gregor Soller

Seit 2020 erkauft Xpeng den eleganten P7 in China und immer wieder wurde kolportiert, dass er auch nach Europa kommen sollte. Immerhin startete man dezent in Dänemark, Norwegen, den Niederlanden und Schweden. Weitere konkrete Pläne gab Xpeng nicht aus. Aktuell wird der P7 erstmal geliftet zum P7i.

Vier Versionen, aber: Höhere Zahl ist hier schwächeres Modell

Der P7i fährt in China in vier Versionen zu Preisen ab 249.900 Yuan vor, das wären umgerechnet gut 34.040 Euro. Die Versionen heißen 702 Pro, den 702 Max, den 610 Max Performance und den 610 Wing Performance. Interessant: Die Zahl im Modellnamen steht für die chinesische CLTC-Reichweite der Versionen. Allerdings muss man umdenken: Größere Zahl bedeutet hier schwächeres Modell. Bei den beiden stärkeren 610er Varianten handelt es sich um die Allradmodelle, bei den beiden 702ern um einmotorige Hecktriebler.

Alle beschleunigen schneller: Für die Allrad-Modelle gibt Xpeng eine Beschleunigung in 3,9 Sekunden (zuvor: 4,3 Sekunden) von 0 auf 100 km/h an, für die beiden anderen 6,4 Sekunden (zuvor 6,7 Sekunden). Außerdem soll das Drehmoment auf 757 Nm bzw. 440 Nm erhöht worden sein (zuvor max. 655 Nm), was darauf schließen lässt, das Xpeng an den Antrieben noch ein bisschen Effizienz fand. Dazu trug sicher auch das verbesserte Wärmemanagementsystem im P7i bei. Unverändert bleibt die Leistung mit 120 kW vorne und 196 kW hinten. Das Update soll auch die Reichweite unter winterlichen Bedingungen um bis zu 15% steigern.

Viel mehr Ladeleistung: 175 statt 90 kW sind ein Wort

Die maximale DC-Ladeleistung soll dem Portal „CN EV Post“ zufolge von 90 auf 175 kW klettern. Xpeng selbst nennt nur die Ladedauer von rund 30 Minuten für eine Batterieladung von zehn auf 80 Prozent SoC. Zuvor galt das für den Hub von 30 auf 80 Prozent Ladestand.

Während das Facelift in Exterior kaum auffällt, wurde innen mehr getan: Im Cockpit wartet der P7i unter anderem mit neuem Lenkrad, zentraler Steuerung und einem Sub-Dashboard-Design auf.

Der Absatz lässt auch bei Xpeng etwas nach

Das Vorgängermodell des P7i war laut „CN EV Post“ lange Hauptumsatzträger von Xpeng: 2022 wurde er 59.066 mal abgesetzt, was in Summe 49 Prozent des 2022er-Gesamtabsatzes von 120.757 Einheiten ausmachte. Womit Xpeng nicht mehr so stark wuchs wie zuvor: 2021 waren von 98.155 Xpeng-Modellen 60.569 P7-Modelle. Xpeng spürte hier auch den Preisdruck von Tesla und senkte die Tarife für den P7 am 17.1.2023 in der Folge merklich.

Was bedeutet das?

Xpeng expandiert weiter, aber viel langsamer als zuvor. Zwar steigerte man sich mit 120.000 Einheiten 2022 erneut, braucht aber perspektivisch eher 500.000 Autos plus x für ein weltweit stabiles Geschäftsmodell. Und nachdem Tesla die Preise so massiv gesenkt hat, geraten auch die Xpeng-Margen unter Druck.

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