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Xpeng drängt nach Deutschland: Smarter Tech-Explorer aus China

Mit hohem Anspruch drückt eine weitere China-Marke nach Deutschland, die an Tesla erinnert. Ob die Tech-Attitüde genügt, um sich im engen Markt zu behaupten, muss sich zeigen. Mit Sedan und SUV auf 800-Volt-Basis passt das Package. Weitere Modelle sollen folgen, die Kooperation mit VW skalieren. 

Verleiht Flügel: Die Topversion des P7 wartet mit Schmetterlingstüren auf. / Foto: J. Reichel
Verleiht Flügel: Die Topversion des P7 wartet mit Schmetterlingstüren auf. / Foto: J. Reichel
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Johannes Reichel

Mit hohem technologischen Anspruch und großen Ambitionen strebt mit Xpeng eine weitere Automobilmarke in den deutschen Markt. Nach dem Start in den Pioniermärkten Norwegen, Niederlande, Dänemark und Schweden will der erst vor zehn Jahren gegründete Hersteller nun auch den härtesten Markt in Europa knacken. Basis dafür soll eine eigenentwickelte 800-Volt-Plattform bieten, bei der der Akku fester Bestandteil der Struktur ist. Überhaupt will man mit hauptsächlich eigener Technologie und nicht von Zulieferern zugekauften Komponenten punkten, sprich eine hohe "vertikale Integration" darstellen, auch hier nach dem Vorbild Tesla. Weitere Alleinstellungsmerkmale soll eine schnelle Ladezeit dank 175 bis zu 300 kW Ladeleistung sein: Von 10 auf 80 Prozent sollen die Xpeng-Modelle Sedan P7 (4,90 m Länge, 1,45 m Höhe, cW-Wert 0,23) und der SUV P9 in 15 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden. Zudem will man mit hoher Effizienz der Antriebe punkten und die versprochenen 576 Kilometer Reichweite auch real umsetzen. 
 

Überschäumende Performance

Dazu kommt fast schon übliche, überschäumende Elektro-Performance der je drei Versionen Standard, Long Range und Performance mit 3,9 Sekunden bis auf 100 km/h und bis zu 550 PS Leistung. Beim Euro-NAF-Test sollen die Modelle den eigentlichen WLTP-Wert zu 110 Prozent übererfüllt haben. Zum Standard gehört wie beim Vorbild Tesla eine nahezu komplette Ausstattung mit einem teilautomatisierten Niveau an Fahrerassistenz und zahlreichen Komfortfeatures wie auch eine V2L-Möglichkeit zum Laden externer Verbraucher. Lediglich ein Paket ist darüber hinaus noch wählbar. Das soll auch die Produktion effizienter machen und die Kosten drücken. Die soll im Übrigen und für China-Marken bisher ungewöhnlich mit möglichst niedrigem CO2-Ausstoß und klimaneutral erfolgen. 

Man vertraut auf ein Händlernetz

So will man unter Führung des Ex-Hyundai-Deutschland-Chefs Markus Schrick in jedem Segment mindestens drei Prozent Anteil gewinnen und mit einem der Marke verbundenen Händlernetz, digitalen Services inklusive Ferndiagnose und Remotereparatur und eigenem Ersatzteillager in Deutschland Vertrauen und Verlässlichkeit schaffen. Dazu soll auch eine Garantie von sieben Jahren sowie 160.000 Kilometer auf das Fahrzeug und acht Jahre auf die Batterie beitragen.

Bei den Preisen will man mit deutlich unter 60.000 Euro beim SUV P9 und unter 50.000 Euro beim P7 Maß halten und gutes "Preis-Leistungs-Verhältnis" bieten. Die Topversion des P9 als Performance kostet knapp unter 70.000 Euro. Als weitere Modelle sollen ein kompaktes SUV sowie ein kleineres Fahrzeug in den nächsten Jahren folgen. Auch über eVOTLs, sprich Flugtaxis denkt man nicht nur nach, sondern hat mit dem VoyagerX2 bereits ein Vehikel dargestellt, ebenso ein "Flying Car". Die Marke hat also richtig was vor und will richtig abheben. Auch dank Kooperationen mit dem Volkswagen-Konzern, mit dem China-Internetgiganten Alibaba sowie dem Fahrdienstleiter Didi soll zügige Skalierung gelingen. 

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