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XEV Yoyo: E-Auto aus dem 3D-Drucker für kleines Geld

Das italienisch-chinesische Startup XEV hat eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Der Yoyo soll in Europa für 7.995 Euro brutto angeboten werden, Teilnehmer der Kampagne kommen noch günstiger.

Der XEV Yoyo entsteht komplett im 3D-Druck. | Foto XEV
Der XEV Yoyo entsteht komplett im 3D-Druck. | Foto XEV
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Gregor Soller

Bereits 2016 standen die ersten Entwürfe für den XEV, der ab 2018 in China auf den Markt kommen sollte. Die Idee des Start-ups: Mit möglichst wenig und einfach herstellbaren Teilen einen erschwinglichen Stromer auf die Räder zu stellen. Das Besondere daran: Die Teile sollen alle aus dem 3D-Drucker kommen. Doch der schwächelnde Markt in China lässt auch XEV umschwenken: Der Zweisitzer soll jetzt über eine Crowdfunding-Aktion in Europa auf den Markt kommen. Das Kampagnen-Ziel sind vergleichsweise bescheidene 560.000 Euro. Ab August 2020 wollen die Italiener dann in Produktion gehen.

Der geringe Preis von 7.995 Euro brutto (das sind knapp 6.720 Euro netto) soll gehalten werden können, denn Yoyo basiert auf vergleichsweise wenigen Teilen. Das komme auch dem Gewicht und der Reichweite zu Gute. Auf der Crowdfunding-Webseite Kickstarter erklärt XEV, dass Yoyo nach EU-Standards in der Leicht-Fahrzeugkategorie L7 homologiert sei. Auch technische Daten wurden bekanntgegeben: 750 Kilogramm Leergewicht werden genannt für den 2,5 Meter lange, 1,5 Meter breite und knapp 1,6 Meter hohen Mini-Stromer. Die E-Maschine soll 7,5 kW Dauerleistung bringen, für 30 Sekunden soll auch eine Spitzenleistung von bis zu 22 kW abrufbar sein. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 70 km/h angegeben. Die Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie (LiFePO4) mit 9,2 kWh Kapazität soll laut XEV bis zu 150 Kilometer Reichweite nach UDDS (Urban Dynamometer Driving Schedule) bieten. Der Akku kann zu Hause oder an Ladesäulen geladen werden, außerdem will XEV zusätzlich ein eigenes Batteriewechselsystem etablieren. Käufer, die sich für diese Option, entscheiden, bekommen den Akku automatisch ausgetauscht. Dazu wertet XEV GPS-Daten aus und beauftragt bei Bedarf einen Techniker bei niedrigem Akkustand mit der Vereinbarung eines Austauschtermins.

Dank 3D-Druck soll auch das Individualisieren kein Problem sein: XEV will verschiedene Komponenten in unterschiedlichen Ausführungen anbieten. Dazu gehören unter anderem ein Infotainment-Touchscreen, ein Panoramadach, schlüsselloser Zugang, elektrische Spiegel und ein Mini-Kofferraum, in den immerhin zwei Handgepäck-Koffer passen sollen.

Auf Yoyo gibt XEV eine zweijährige Garantie, auf den Akku gibt es fünf Jahre. Über die Crowdfundingaktion kann der preis bis auf 5.999 Euro sinken, das wären knapp 5.050 Euro netto.  Bis Dienstag morgen, 9:00 Uhr, gingen gut 51.000 Euro bei XEV ein. Infos findet man unter www.x-ev.net

Was bedeutet das?

Mit Yoyo hat XEV eine echt günstige BEV-alternative für die letzte Meile auf die Räder gestellt. Das Problem ist die Popularität, da XEV bisher nur in Italien wirklich aktiv ist. Das Konzept klingt durchdacht und erschwinglich – insofern wäre ihm ein Durchbruch zu wünschen.

 

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