Wunder-Marketplace: App Store für Mobility-Provider vorgestellt

Wunder Mobility hat eine Art App Store für Mobilitätsbetreiber ins Leben gerufen. Die neue Plattform vereint diverse Partner mit unterschiedlichen Angeboten, die den Markteinstieg oder den Betrieb eines Mobility-Unternehmens vereinfachen sollen.

Gunnar Froh, Gründer von Wunder Mobility, hat das bewährte Plattformkonzept aus dem E-Commerce auf die Mobilitätsbranche übertragen. | Foto: Wunder Mobility
Gunnar Froh, Gründer von Wunder Mobility, hat das bewährte Plattformkonzept aus dem E-Commerce auf die Mobilitätsbranche übertragen. | Foto: Wunder Mobility
Timo Pape

Das Hamburger Unternehmen Wunder Mobility hat am Mittwochabend eine Art App Store für Mobilitätsbetreiber ins Leben gerufen. Die neue Plattform „Wunder Marketplace“ vereint diverse Partner mit unterschiedlichen Angeboten, die den Markteinstieg oder den Betrieb eines Mobility-Unternehmens vereinfachen sollen. Aktuell beteiligen sich 20 Partner, im Laufe des nächsten Jahres soll das Netzwerk auf das Fünffache anwachsen.

Einen Mobilitätsdienst aufzubauen, sei heute nicht mehr so einfach, wie es vielleicht einmal war, erklärt Gunnar Froh, der Wunder Mobility – damals als Uber-Herausforderer angedacht – im Jahr 2014 gründete. Im Rahmen einer virtuellen Pressekonferenz erklärt er:

„Wunder Marketplace ermöglicht es auch Neulingen, auf Augenhöhe mit den Großen einzusteigen.“

Jedes Business bringe seine eigenen Herausforderungen mit sich. Deshalb sollen Unternehmen – egal wie groß – ab sofort von einem Netzwerk an Partnern profitieren können, die ihre Dienstleistungen zur Verfügung stellen.

Für Start-ups der Branche bietet der Wunder Marketplace beispielsweise Software-Lösungen an, um den Arbeitsalltag zu organisieren. Zum Netzwerk zählen Anbieter wie Asana und Zendesk, die sowohl die internen Abläufe als auch die Kommunikation zum Kunden verbessern können. Hinzu kommen etwa Angebote zur Optimierung der operativen Prozesse, zur automatisierten Instandhaltung oder auch gänzlich neue Produkte wie die Gamification-Plattform StriveCloud. HighPerformance-Analytics-Programme von Zoba sollen eher etablierte Anbieter ansprechen.

Plattformkonzept neu gedacht

„Wir haben bisher 20 Partner auf der Plattform, das ist erst mal der erste Schritt. Wir suchen nach wie vor nach Partnern, rechnen aber auch damit, dass uns nun Entwickler ansprechen werden. Wir werden sicher 100 bis Mitte nächsten Jahres erreicht haben“, gibt sich Froh selbstbewusst. Der Prozess sei vergleichbar mit dem App Store von Apple oder dem Google Play Store, heißt es. Die Qualität spiele bei der Auswahl jedoch eine wichtigere Rolle als die Quantität der Partner.

Das Modell der Entwicklung neuer Features und Services soll in mehreren Richtungen funktionieren: Nicht nur Wunder Mobility stellt seine Strukturen zur Verfügung, sondern öffnet sich auch für Entwickler von Partnerunternehmen, um Lösungen zu optimieren, zu erweitern oder gänzlich neue Tools zur Verfügung zu stellen. Im Bereich E-Commerce hat sich das Plattformkonzept in Form von Shopify bereits bewährt. In der Mobilitätsbranche hingegen ist die Idee neuartig, wenngleich sich CEO Froh sicher ist, „dass in den nächsten drei bis sechs Monaten“ auch andere Wettbewerber ähnliche Plattformen ins Leben rufen würden.

„Fester Glaube an Kooperationen

„Die positive Resonanz unserer Partner und Kunden während des Entwicklungsprozesses hat uns deutlich gezeigt, dass wir mit dem Wunder Marketplace und unserem festen Glauben an Kooperationen auf dem besten Weg sind, die Mobility-Branche zu transformieren“, sagt Froh. „Unsere Kunden können ihre Produkte nun um hilfreiche Software-Lösungen schnell und einfach ergänzen, um nachhaltig noch erfolgreicher zu sein.“

Dass die COVID-19-Pandemie und deren wirtschaftliche Folgen innerhalb der Mobilitätsbranche Wunder Mobility einen Strich durch die Rechnung machen könnten, glauben die Verantwortlichen nicht:

„Corona hat manche Kunden vielleicht kurzfristig eingebremst, wird den Wandel aber nicht verhindern“, glaubt Froh.

Manche Mobilitätsunternehmen seien schon heute wieder auf Vor-Corona-Niveau unterwegs – oder sogar darüber. Der Wunder Marketplace ist ab sofort verfügbar: einerseits öffentlich einsehbar über die Website des Unternehmens (www.wundermobility.com/marketplace), andererseits für bereits bestehende Partner über deren jeweilige Backend-Lösungen.

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