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Webasto investiert weiter in Mobilität der Zukunft

Hohe Investitionen in neue Technologien und neue Geschäftsfelder.

Dr. Holger Engelnmann präsentierte in München die Webasto-Bilanz für 2018 und den Ausblick für 2019. | Foto: G. Soller
Dr. Holger Engelnmann präsentierte in München die Webasto-Bilanz für 2018 und den Ausblick für 2019. | Foto: G. Soller
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Gregor Soller

Webasto strukturiert um und verlagert dezent seinen Fokus. Denn Cabrios und Scvhiebedächer sind immer eniger gefragt und die Elektrombilität ist gerade erst am hochlaufen. Liest sich in Webasto-Zahlen so: Der Umsatz lag 2018 mit 3,4 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahr (wechselkursbereinigt auf Vorjahresniveau). Dabei entfielen auf das Geschäft mit Schiebe-, Panorama- und Cabriodächern 2,8 Milliarden Euro (82 Prozent), auf Heiz- und Klimalösungen knapp 600 Millionen Euro (17 Prozent) und knapp 20 Millionen Euro auf den Start-up Bereich – hier vor allem auf das Geschäft mit Ladelösungen (ein Prozent).

 „2018 war kein begeisterndes, aber ein sehr wichtiges Jahr der Weichenstellung für Webasto.“

erklärte dazu Dr. Holger Engelmann, Vorsitzender des Vorstands, Webasto SE, im Rahmen des diesjährigen Jahrespressegesprächs des Automobilzulieferers in München. Interessant: 2018 entfielen regional betrachtet 42 Prozent des Umsatzes auf Asien, 41 Prozent auf Europa und 17 Prozent auf Americas. Damit lag der Umsatz in Asien erstmals leicht über dem in Europa erzielten. 2018 stand zudem die Stärkung der Technologieführerschaft zur langfristigen strategischen Weitentwicklung der Unternehmensgruppe im Vordergrund. So wurden für Forschung & Entwicklung 271 Millionen Euro aufgewendet, was einer Steigerung von 16,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Wesentlichen flossen die Mittel in die Produktentwicklung für Batteriesysteme, Ladestationen und elektrisches Heizen, die Stärkung der Mechatronik-Kompetenz sowie Aktivitäten in der Vorentwicklung in allen Geschäftsbereichen.

Binnen drei Jahren sollen insgesamt 600 Millionen Euro in die strategische Weiterentwicklung fließen, bestätigte Engelmann die langfristige Ausrichtung der Unternehmensgruppe. Aufgrund der hohen Zukunftsinvestitionen fiel die Umsatzrendite mit 5,9 Prozent – nach mehreren Jahren der Steigerung – unter das Niveau des Vorjahres (7,1 Prozent). Gestiegen ist die Anzahl der Mitarbeiter: Im Vergleich zum Vorjahr um gut fünf Prozent.

 „Wir investieren im Zuge unserer strategischen Weiterentwicklung auch in den Auf- und Ausbau von wichtigen Fachkompetenzen.“

betonte Dr. Engelmann. Die meisten neuen Kolleginnen und Kollegen arbeiten in den neuen Geschäftsfeldern, stärken die Elektronikkompetenz des Unternehmens oder tragen zum Kapazitätsausbau von Dachsystemen vor allem im Mexiko und China bei. Aber auch in Deutschland wird umgebaut: In Schierling baut man eine Batteriefertigung auf, bisher befand sich dort das Kompetenzzentrum Leichtbau-technologien und Produktion von Dächern. Zusätzlich entsteht ein Standardbatteriesystem für Nutzfahrzeuge. Der Start der Batterieproduktion soll Ende 2019 erfolgen.

Das neue formale Rückgrat von Webasto bildet eine globale Matrixorganisation. Damit gliedert sich die Unternehmensgruppe seit Anfang 2019 in drei global tätige Geschäftsbereiche: Roof & Components, Energy & Components und Customized Solutions. Nach der Einführung der neuen Organisationsstruktur Anfang 2019 liegt ein wichtiger Fokus auf dem Ausbau der Standardisierung. Die langjährigen, guten Erfahrungen im Geschäftsbereich für Dachsysteme sind hier die Blaupause. Ein weiterer Vorteil der Matrixorganisation: Die engere formale Zusammenarbeit fördert auch den intensiveren persönlichen Austausch von Know-how und Best Practices in der Unternehmensgruppe.

Was bedeutet das?

Laut CEO Engelmann wird eine Integration der Kompetenzen immer wichtiger: „Ein weiteres Fokusthema ist für uns die Stärkung und noch bessere Integration der Mechatronik-Kompetenz über alle Bereiche hinweg. Die Anzahl der Steuerungseinheiten im Fahrzeug wird in den nächsten Jahren exponentiell steigen. Daher bringen wir unser Mechanik- und Elektronik-Know-how enger zusammen, um bis 2025 ein mechatronisch denkendes und handelndes Unternehmen zu werden.“

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