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Wasserstofftankstellen: Deutschland weltweit vorn bei Zubau

Eine Auswertung des TÜV Süd und der Ludwig-Bölkow-Stiftung bescheinigt Deutschland den größten Zubau, das weltweit zweitgrößte Netz und die größte Zahl an Planungen. Niederlande, Südkorea und China sind bei den geplanten Anlagen gut im Rennen.

Es geht voran: Vor allem in Deutschland erfolgt der Zubau an Zapfpunkten für H2 zügig. Die Niederlande und Frankreich sind bei den Planungen fleißig. | Foto: TÜV Süd/LBST
Es geht voran: Vor allem in Deutschland erfolgt der Zubau an Zapfpunkten für H2 zügig. Die Niederlande und Frankreich sind bei den Planungen fleißig. | Foto: TÜV Süd/LBST
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Johannes Reichel

Deutschland hat 2018 den höchsten Zubau an Wasserstofftankstellen weltweit verzeichnet. 17 öffentliche Wasserstofftankstellen gingen 2018 in Betrieb. Das ist das Ergebnis der 11. Jahresauswertung von H2stations.org, einer Website von Ludwig-Bölkow-Systemtechnik (LBST) und TÜV SÜD. Damit verfüge man hierzulande mit 60 öffentlichen Tankstellen über das weltweit zweitgrößte Netz, übertroffen nur von Japan mit 96 öffentlichen Tankstellen. An dritter Stelle folgten die USA mit 42 öffentlichen Tankstellen. Weltweit seien im vergangenen Jahr insgesamt 48 öffentlich zugängliche Wasserstofftankstellen in Betrieb genommen worden. Zum Jahresende 2018 gab es in Deutschland 60 Wasserstofftankstellen, die wie konventionelle Tankstellen benutzt werden konnten. Für 38 weitere Tankstellen bestünden bereits Planungen an konkreten Standorten, davon an 34 Standorten durch die Industrieinitiative H2 Mobility Deutschland. Mit vier Inbetriebnahmen im Osten Deutschlands erfolgte 2018 ein weiterer Schritt zu einer national flächendeckenden Wasserstoffinfrastruktur und damit zu einer Verdichtung der Wasserstoffkorridore von Ost nach West und Nord nach Süd in Europa, so die Analyse der H2-Experten.

Signifikante Steigerungen bei den Planungen

Auffällige Neuerungen in der konkreten Ausbauplanung habe es darüber hinaus für die Niederlande (17 geplante Tankstellen), Frankreich (12), Kanada (7), Südkorea (27) und China (18) gegeben. Die Zahlen beziehen sich allerdings nur auf solche Tankstellen, für die zumindest konkrete Städte genannt werden. In China führen vorliegende ungefähre Planungen der Provinzen zu deutlich höheren Zahlen.

"Anders als in Südkorea und Japan, wo es sich meist um Tankstellen für Pkw handelt, wird in China zuerst am Infrastrukturausbau für Brennstoffzellenbusse und kleine Verteillastkraftwagen gearbeitet", erklären die Autoren.

Bemerkenswert seien die zunehmenden Aktivitäten beim Einsatz von Wasserstoff als Kraftstoff für Lastkraftwagen. Neben Hyundai und Nikola Motor arbeitet auch Toyota an der Entwicklung von brennstoffzellenbetriebenen Lastkraftwagen und deren Betankungsinfrastruktur. Eine dafür ausgelegte Tankstelle ging bereits im südlichen Kalifornien in Betrieb. In Europa wird in der Schweiz seit 2016 ein Brennstoffzellenlastkraftwagen betrieben.

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