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VW-Tochter PowerCo: Feststoffzelle besteht Langzeittest

Wichtiger Meilenstein bei der Entwicklung der Feststoffzelle im VW-Konzern: Die Tochter PowerCo in Salzgitter vermeldete einen erfolgreichen Langzeittest mit dem Akku, der quasi nicht altern soll.

Hält gut durch: Ein Langzeittest mit dem Feststoffakku verlief positiv, der Radius geht Richtung 500.000 Kilometer. | Foto: VW/PowerCo
Hält gut durch: Ein Langzeittest mit dem Feststoffakku verlief positiv, der Radius geht Richtung 500.000 Kilometer. | Foto: VW/PowerCo
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Johannes Reichel

Die VW-Konzerntochter PowerCo in Salzgitter hat einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung von Feststoffzellenakkus vermeldet. Wie zuerst das Handelsblatt berichtete, sei ein Langzeittest erfolgreich verlaufen, so das Unternehmen. Die Zelle habe mehr als 1.000 Ladezyklen absolviert, was einem Lebenszyklus von 500.000 Kilometern entspreche, so die Spezialtochter. Nach dem Test seien noch 95 Prozent der Kapazität verblieben, so die Firma. Deren Chef Frank Blome sprach von "sehr ermutigenden Ergebnissen, die das Potenzial der Feststoffzelle eindrucksvoll untermauern". Ziel sei eine Zelle, die hohe Reichweiten mit schneller Ladeleistung und minimaler Alterung kombiniert. Der Test wurde in Kooperation mit dem US-Unternehmen und seit 2012 Kooperationspartner QuantumScape durchgeführt in den Laboren in Niedersachsen. Dort wir derzeit die erste eigene Batteriezellfertigung errichtet. Die sogenannte VW-Einheitszelle soll mal die Kosten für den Akku in E-Autos massiv senken.

Man wolle die Technik, die als "Halbzelle" bezeichnet wird, weil sie nur einen Teil des Lithium-Anteils durch Feststoffe ersetzt und damit weniger Brandgefahr und kompaktere Form bringen soll, nun so schnell wie möglich zur Serienreife treiben, ergänzte QuantumScape-Chef Jagdeep Singh. Es gebe allerdings noch viel Arbeit an. Eine Pilotfertigung soll wohl ab Ende 2024 mit niedrigen Stückzahlen starten, die dann bis Ende 2025 deutlich erhöht werden sollen. Erst dann geht es vollends in die Serie. VW ist mittlerweile größter Anteilseigner an QuantumScape und investierte über 300 Millionen Euro.

 

 

Auch BMW vermeldete jüngst Fortschritte und will in der jüngst eröffneten eigenen Batteriezellfertigung in Parsdorf bei München zusätzlich eine Pilotanlage mit dem Feststoffakku-Partner Solid Power errichten. Ab 2025 soll ein erstes Versuchsfahrzeug rollen. Nissan will ab 2025 Feststoffakkus bauen in einer Pilotanlage. Auch der spät erwachte Riese Toyota sprach im Herbst 2023 von einem Durchbruch bei Feststoffakkus, die man in Eigenregie fertigen und bis 2027 oder 2028 erste, eher der Oberklasse zugehörige Modelle präsentieren wolle. Angepeilte Reichweite 1.000 Kilometer und weniger als zehn Minuten Ladezeit.

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