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VW-Studie OnePod: Sedric 2.0

VW hat nach dem Sedric die zweite autonome Konzerngondel auf die Räder gestellt: Den One Pod.

Der One Pod wurde abermals als Konzernprodukt vorgestellt: Er trägt das Logo "Volkswagen Group" und ist damit kein reiner VW im eigentlichen Sinne. | Foto: Volkswagen Group
Der One Pod wurde abermals als Konzernprodukt vorgestellt: Er trägt das Logo "Volkswagen Group" und ist damit kein reiner VW im eigentlichen Sinne. | Foto: Volkswagen Group
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Gregor Soller

Die Bauform der autonom fahrenden Gondel lässt auch VW nicht los: Dem „Sedric“ von 2017 folgt jetzt der OnePod: Eine Van-artige Gondel mit vier Rädern an den Ecken. Ein flach bauender Akku soll flexible Aufbauten ermöglichen. Wie der Sedric wurde auch der OnePod vom Volkswagen Group Future Center Europe in Potsdam entwickelt. Peter Wouda, Leiter des Volkswagen Group Future Center Europe, betont wie beim sedric:

„Mit dem OnePod folgen wir dieser Entwicklung und geben darüber hinaus vor allem Kindern und älteren Menschen eine zusätzliche und neue Option, sich individuell, umweltverträglich und sicher in der Stadt fortzubewegen.“

Viele Details kennt man vom Sedric

Viele Details kennt man vom Sedric: So ist auch hier der Innenraum für unterschiedliche Aufgaben konfigurierbar, so zum Beispiel als Robotaxi, das „Mobilität als Service“ bietet. Dafür bieten zwei große Schwenktüren auf einer Seite einen bequemen komfortablen Einstieg, auch für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Vom Omnibus kennt man die Absenkfunktion: Der OnePod erkennt bei Ankunft die Bordsteinkante und senkt den Innenboden auf dieses Niveau ab, somit haben Kinderwagen und Rollstuhlfahrer einen stufenlosen Zugang zum Innenraum. Außerdem erkennt der One Pod seine Fahrgäste und öffnet ihnen die Türen automatisch beim Herantreten. Ein Display in der Tür informiert den Benutzer. Durch die großflächigen Fenster im Dach und Seite haben die Gäste eine sehr gute Aussicht. Hier dachte man beim Sedric alternativ durchaus noch an eine optional dunkle Kinohöhle, die grundsätzlich auch machbar wäre, ebenso wie Warentransport.

Außenkommunikation über Licht und Signale

In den verstellbaren Armlehnen sind für eine möglichst intuitive Bedienung Steuerungselemente integriert, welche unter anderem die am Dachhimmel verbauten Informationen fernbedient. Die Außenkommunikation erfolgt durch Signale in Lichtstreifen: Sie informieren und warnen andere Verkehrsteilnehmer – auch das kennt man vom Sedric. Neu und Schlau: Am Heck des OnePod ist ein herunterklappbarer Fahrradträger; mit einem Gurt können Sattel und Lecker für einen sicheren Transport fixiert werden.

Während der Sedric als fahrfertige Studie Komponenten des E-Golf nutzte, macht VW bisher keine weiteren Angaben zur Antriebstechnik. Ob Radnabenmotoren oder elektrischen Achsantriebe zum Einsatz kommen, ist ebenso unklar wie die Akku- und Ladetechnik, die bei einem Pod idealerweise auch induktiv erfolgen müsste.

Was bedeutet das?

Alter Wein in neuen Schläuchen: Nachdem der „Sedric“ damals ein Hingucker war, über den man trefflich diskutieren konnte und von dem VW in Folge diverse Spielarten zeigte, ist der One Pod nur der Aufguss dieses Konzeptes – und soll vielleicht einfach zeigen, dass auch VW dran bleibt am Thema: Denn optisch und inhaltlich gleicht er den autonomen Pods anderer Konzerne und bringt gegenüber dem Sedric kaum revolutionär Neues.

 

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