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VW steigt aus dem Verbrenner aus - in Norwegen

Ende des Jahres gibt VW-Importeur Harald A. Møller AS den letzten VW Golf in Auftrag, wurde jetzt verlautbart. Damit ist Norwegen mal wieder früh im Trend, der auch anderswo kommt.

Der neue ID.7 soll künftig den Passat in Norwegen ersetzen. (Foto: VW AG)
Der neue ID.7 soll künftig den Passat in Norwegen ersetzen. (Foto: VW AG)
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Johannes Reichel
von Claus Bünnagel

Der norwegische VW-Importeur Harald A. Møller AS importiert Volkswagen seit 1948 nach Norwegen – alles begann mit dem kultigen Käfer. In den vergangenen 75 Jahren hat Møller mehr als 1,1 Mio. VW in dem skandinavischen Land verkauft, darunter rund 1 Mio. Verbrenner. Letzterer soll künftig nicht mehr Teil des Sortiments sein. Als endgültiger Abschied von fossil betriebenen Autos wird gegen Ende des Jahres der letzte Volkswagen Golf von Møller in Auftrag gegeben. Er setzt künftig ausschließlich auf elektrifizierte Fahrzeuge, äußerte jedoch nicht, ob das Verbrenner-Aus auch Plug-in- und Mildhybride mit entsprechendem Motor an Bord umfasst.

Doppeltes Jubiläum

Zum 75. Firmenjubiläum am 21. Oktober wurde gleichzeitig der 10. Jahrestag der Erstzulassung eines vollelektrischen Modells von Volkswagen in Norwegen im Jahr 2013 gefeiert.

Es mag seltsam erscheinen, den Meilenstein zu markieren, indem wir Modell-Ikonen aus unserem Portfolio nehmen. Aber dies war im Laufe der Zeit eine ehrgeizige und wichtige Initiative. Das Ziel war es, Veränderungen voranzutreiben, von denen wir glauben, dass sie von entscheidender Bedeutung sind. (Ulf Tore Hekneby, CEO des Volkswagen Importeurs Harald A. Møller AS)

Und er ergänzte:

Die Entwicklung von Elektroautos war bisher ein großer Erfolg. Das liegt wohl sowohl am Wunsch der Norweger nach klimafreundlichen Lösungen und einem breiten Angebot an Elektroautos in allen Segmenten als auch an der Bereitschaft der Politik, gute Anreize zu setzen. Damit die Entwicklung weiter in die richtige Richtung geht, müssen wir dafür sorgen, dass diese Anreize nicht zu schnell verwässert werden.

Harald A. Møller AS setzt daher auf Elektroautos der ID.-Familie. Zuletzt nahm der Importeur den ID. 7 ins Programm auf, der „den beliebten Passat elegant und elektrisch ersetzen wird“, so Hekneby.

Wir ermutigen jeden, bei seinem nächsten Autokauf ein Elektroauto in Betracht zu ziehen. Der Umstieg auf ein Elektroauto ist ein entscheidender Schritt zur Verringerung des individuellen CO2-Fußabdrucks und insgesamt ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels.

E-Autos dominieren

Für 2023 sagt der norwegische Automobilverband OFV eine Zulassungsquote elektrifizierter Autos von rund 90 % voraus – batterieelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride. Aktuell liegt der Anteil reiner Stromer bei rund 82 %. Benziner machten im Jahresverlauf nur noch rund 1,5 % des Gesamtmarkts aus, Diesel-Pkw 2,3 %, zusammen also weniger als 4 %. Und das, obwohl mit Beginn des Jahres in Norwegen die Mehrwertsteuerbefreiung für Elektroautos endete und eine zusätzliche Steuer nach Gewicht eingeführt wurde.

Der VW ID.4 war mit 5.832 Neuzulassungen in den ersten drei Quartalen 2023 das zweitbeliebteste Auto in Norwegen nach dem unangefochtenen Spitzenreiter Tesla Model Y (19.575). Der ID.3 (2.615) lag auf Platz 8. Auch die MEB-Schwestermodelle Skoda Enyaq (4.362) als Dritter und Audi Q4 e-tron (2.145) als Zehnter schafften es in die Top Ten.

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