VW: Plug-ins sollen schneller laden und mehr Reichweite bieten

Wie die Kollegen von „Auto Motor und Sport“ berichten, sollen die Plug-in-Hybride von VW massiv überarbeitet werden – und der 1,4-TSI wird endlich in Rente geschickt.

Mit dem Facelift sollen die Golf-Plug-in-Hybride neue Motoren und Akkus erhalten und optional CCS laden können. | Foto: VW
Mit dem Facelift sollen die Golf-Plug-in-Hybride neue Motoren und Akkus erhalten und optional CCS laden können. | Foto: VW
Gregor Soller

In den letzten Wochen ließ Herbert Diess keinen Zweifel an der Umstellung des Portfolios auf rein elektrische Fahrzeuge – mittelfristig! Denn auch die Verbrenner werden weiterentwickelt und unter ihnen die „Mischform“ Plug-in-Hybrid. Golf, Tiguan und Passat sollen mit dem Facelift respektive der Vorstellung der Nachfolger die doppelte Batteriekapazität und mehr Reichweite bieten – und viel schneller laden können

Bei VW werden neben der ID.-Familie auch die Verbrenner weiterentwickelt: Der nächste Passat kommt nur noch als Kombi, der nächste Tiguan steht ebenfalls in den Startlöchern und der Golf wird ein Facelift erhalten. In dem Zug werden auch die Plug-in-Hybride weiterentwickelt. Dabei kommt bei den Volumenmodellen in der Regel die MQB-Plattform zum Einsatz. Heißt: Der mittlerweile gut abgehangene 1.4 TSI-Vierzylinder der je nach Modell zwischen 110 kW (150 PS) und 115 kW (156 PS). Dazu kommt der im Gehäuse des Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebes verbauter Elektromotor mit maximal 85 kW (115 PS). Die Systemleistung liegt je nach Modell zwischen 204 und 245 PS. Mit dem 13-kWh-Lithium-Ionen-sollen nach der NEFZ-Norm gemessen bei den Kompakten bis zu 80 Kilometer möglich sein, real sind es eher 40 bis 50.

Endlich: Der modernere 1,5-l-TSI löst den 1,4-Liter ab

Mit der Überarbeitung soll laut Auto Motor und Sport endlich der modernere 1.5 TSI-Benziner den 1,4-Liter ablösen. Auch er leistet 110 kW (150 PS), verzichtet aber Aggregat auf die spritsparende Zylinderabschaltung. Stattdessen soll dann der dann der unveränderte Elektromotor für effizienteres Vorankommen sorgen. Der kauert weiter im 6-Gang-DSG. Interessant: Der zusätzliche siebte Gang des bei den reinen Verbrennern und Mildhybriden eingesetzten Getriebes mit sieben Vorwärtsgängen ist bei den Plug-in-Hybriden nicht von Nöten, da das zusätzliche Drehmoment der E-Maschine genügt, um größere Gangspreizungen zu fahren und Kosten und Gewicht zu sparen.

Doppelte Akkukapazität, DC-Laden optional

Wichtiger für die Kunden: Die Akkukapazität soll verdoppelt werden, so das auch nach WLTP und real bis zu 100 rein elektrische Kilometer möglich sein könnten. Hier spürt man einmal mehr die riesigen Fortschritte in der Zell- und Akkutechnik: Denn der doppelt so große Akku soll im gleichen Gehäuse wie bisher untergebracht werden und dürfte nur wenig mehr wiegen.

Auch beim Laden legt VW nach, wenngleich nicht beim Wechselstrom: Allerdings sind 3,6 kW bei dann gut 25 kWh Akkukapazität nicht mehr so berauschend. Optional denken die Wolfsburger aber über einen aufpreispflichtigen CCS-Anschluss nach. Ein Sprecher soll laut Auto Motor und Sport „30 Minuten Laden für 80 Kilometer Reichweite“ angekündigt haben.

Was bedeutet das?

Die Entwicklung im E-Segment schreitet mit größeren Schritten voran als beim Verbrenner. Das spiegelt sich auch in den künftigen neuen Plug-ins von VW wieder, die massiv an elektrischer Reichweite zulegen sollen. Motorisch beschränkt man sich darauf, den 1,4-TSI durch den moderneren 1,5-TSI zu ersetzen.

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