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VW plant Mehrmarkenwerk in der Türkei

Mehreren Berichten zufolge scheint der Volkswagen-Konzern für sein Mehrmarkenwerk die Türkei zu bevorzugen.

Vor allem die tschechischen Werke sollen entlastet werden - hier der Produktionsstart des Skoda Kamiq. | Foto: Skoda Auto
Vor allem die tschechischen Werke sollen entlastet werden - hier der Produktionsstart des Skoda Kamiq. | Foto: Skoda Auto
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Gregor Soller

Die Würfel scheinen gefallen zu ein – für die Türkei und damit gegen Bulgarien: Laut den Plattformen Automobilwoche und Automobilproduktion plane Volkswagen ein Mehrmarkenwerk in der Nähe der türkischen Stadt Izmir aufzubauen. Der Aufsichtsrat stehe einem türkischen Standort in grundsätzlich positiv gegenüber, verlautete am Freitag (12. Juli) in Wolfsburg aus Konzernkreisen laut Handelsblatt. Das neue Werk soll verschiedene Modelle von VW, Skoda und Seat produzieren können, vor allem, um die tschechischen Skoda-Standorte zu entlasten – was von Skoda mit mäßiger Begeisterung aufgenommen wurde: Die Tschechen hätten lieber ihre Kapazitäten innerhalb des eigenen Landes erweitert. Der Standort Türkei soll hinter den Kulissen auch vom Staat Qatar bevorzugt worden ein, der 17 Prozent an Volkswagen hält. Geplant wird mit einer jährlichen Kapazität von rund 350.000 Einheiten, Produktionsstart soll 2022 oder 2023 sein. Erstes Modell könnten die Nachfolger von VW Passat und Skoda Superb werden, womit der VW-Konzern auch im Business-Limousinenbereich der Türkei ein starkes Pfund hätte, mit dem er wuchern könnte. Auf der Sitzung des Kontrollgremiums sei allerdings noch keine finale Entscheidung getroffen worden. Der endgültige Beschluss könnte in der zweiten Augusthälfte fallen. Die E-Mobilitätspläne von Volkswagen betrifft das neue Werk anfangs nicht.

Was bedeutet das?

In Emden fährt VW auf Sparschicht, überall zittert man um die VW-Arbeitsplätze und muss neue Jobgarantien zu schaffen und andererseits haben VW respektive Skoda nicht genügend Kapazität? Ganz hart gesagt könnte ein neues türkisches Werk vor allem wegen dem schwachen Lirakurs eine VW-interne „Bad-Bank“ für Verbrenner jeglicher Art werden, die dort viel günstiger als in Zentraleuropa produziert werden können. Von der schwachen Lira profitiert seit Jahren Ford mit den Transit-Modellen oder Fiat beim Doblo und Tipo. Andererseits ziehen sich asiatische Hersteller wie Honda gerade aus dem Land zurück.

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