VW plant ID.6 und ID.8

VW zählt weiter: Nach ID.3 und ID.4 und dem China-SUV erscheint jetzt in dem von Herbert Diess auf LinkedIn veröffentlichten Rede-Manuskript zur neuen Konzernstrategie erstmals die Modellbezeichnung ID.8 – für ein großes E-SUV, mit dem man vor allem auf den US-Markt zielt

Schon vor längerem hat VW die möglichen Modelle auf der MEB-Basis kommuniziert, jetzt wird es auch mit dem ID.8 konkreter. | Foto: VW
Schon vor längerem hat VW die möglichen Modelle auf der MEB-Basis kommuniziert, jetzt wird es auch mit dem ID.8 konkreter. | Foto: VW
Gregor Soller

Wie die Plattformen electrive net und Auto Motor und Sport berichten, zählt VW weiter: Der ID.8 ist Teil einer Aufzählung verschiedener Fahrzeugmodelle, mit denen der Konzern künftig „alle relevanten globalen Fahrzeugsegmente“ abdecken wolle, wobei der Kern des weltweiten elektrischen VW-Programms ist. Interessant: Diess ließ das Manuskript veröffentlichen, erwähnte den ID.8 in der Rede aber nicht, der im Manuskript als „Atlas: ID.8“ auftaucht und mit einer Fußnote versehen wurde, dass das Modell noch nicht im Verkauf angeboten würde.

Der Atlas nutzt den MEB-Baukasten und krönt mit 5,05 Metern Länge die VW-SUV-Palette. Er ist aber einfacher und viel günstiger aufgebaut als der etwas kleinere und hochwertigere Touareg. Entsprechend wird er in den USA, in Russland, im Nahen Osten und China als VW Teramont verkauft. In Europa wird er nicht angeboten. Künftig könnte es gut sein, dass VW mit dem ID.8 ein globales großes SUV auf die Räder stellt, das wie der ID.4 in allen Märkten angeboten wird.

Dass große SUV wegen ihres Ressourcenverbrauchs zunehmend in Kritik geraten, kontert Diess mit dem Verweis, dass die Elektrofahrzeuge künftig alle emissionsfrei sein und dass man auch große SUV umweltfreundlich und nachhaltig produzieren und betreiben könne.

Zwischen ID.4 und ID.8 passt noch das knapp 4,9 Meter lange China-SUV ID.6, wobei diese Bezeichnung in Deutschland an das niedrig bauende elektrische Passat-Derivat gehen könnte. Unter dem ID.3 entwickelt man außerdem ein neues Einstiegsmodell, das als ID.1 dann den e-Up ersetzt und als ID.2 die Lücke zwischen dem Mini und dem ID.3 schließt. Und warum baut man den begehrten e-Up nicht einfach weiter? Weil der mittlerweile vor allem sicherheitstechnisch an Grenzen stößt. „Im Hinblick auf zukünftige Sicherheits- und Crashnormen kommt eine Fahrzeugstruktur irgendwann an ihre Grenzen und dann lohnt sich eine Weiterentwicklung einfach nicht mehr“, so ein Insider.

Was bedeutet das?

Mit ID.3 und ID.4 hat VW die weltweit wichtigsten Marktsegmente elektrisch besetzt und dürfte das Portfolio demnächst nach oben erweitern, bevor man die ID.-Familie am Ende nach unten abrunden wird.

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