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VW läutet heiße Phase für I.D. ein und zeigt in Shanghai fünftes Modell

Auf der Messe könnte Gerüchten zufolge eine weitere Variante I.D. Lounge Premiere feiern. Außerdem gibt der Hersteller bei einem Zulieferertreffen den Startschuss für die technologische Ausentwicklung.

Stromer für alle: VW bindet die Zulieferer nach eigenen Angaben früher ein als sonst und will auch damit den Erfolg der ID.-Reihe sicherstellen. | Foto: VW
Stromer für alle: VW bindet die Zulieferer nach eigenen Angaben früher ein als sonst und will auch damit den Erfolg der ID.-Reihe sicherstellen. | Foto: VW
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Johannes Reichel

Der Volkswagen-Konzern könnte seine vollelektrische ID.-Baureihe laut dem Branchenportal Autokar um ein fünftes Modell ergänzen. Auf der Shanghai-Auto-Show im April soll der ID. Lounge enthüllt werden, der 2021 markreif sein könnte und in den Dimensionen dem Touareg ähneln soll. Das Großraumfahrzeug könnte wie der Bulli-Wiedergänger ID. BUZZ auf der verlängerten MEB-Plattform fußen, von zwei E-Motoren angetrieben werden mit 275 kW Leistung und über 111 kWh-Akkus verfügen (600 km Reichweite). Zudem soll in Shanghai ein Remake des legendären Strandbuggy auf MEB-Baukastenbasis für Aufmerksamkeit sorgen.

Doch nicht nur die Messe-PR-Maschinerie des Konzerns legt langsam los, sondern auch technisch wähnt sich der Konzern auf einem guten Weg. Rund ein Jahr vor dem Produktionsstart des voll elektrischen ID hat der Hersteller weitere Details seiner Elektro-Offensive bekannt gegeben. Konzernweit sollen in der ersten Welle bis zu 15 Millionen Fahrzeuge auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) basieren, gegenüber zehn Millionen Fahrzeugen nach der bisherigen Planung. Bis 2023 investiert die Marke bekanntermaßen mehr als elf Milliarden Euro in E-Mobilität, Digitalisierung, autonomes Fahren und neue Mobilitätsdienste, davon mehr als neun Milliarden Euro in die ID. Familie.

Gebündelte Power: Die Zulieferer früher einbinden

Die Elektro-Offensive war auch Thema beim „MEB Supplier Event“. Dort kamen vor kurzem mehr als 30 CEOs der wichtigsten Zulieferer nach Wolfsburg, um gemeinsam mit VW-Vorstandschef Herbert Diess, und Mitgliedern des Volkswagen Markenvorstands, die "heiße Phase" der Vorbereitungen auf den ID. einzuläuten, wie es heißt. VW reklamiert, seine Zulieferer beim ID. deutlich früher und intensiver in die Konzeption und Entwicklung des Fahrzeugs eingebunden zu haben. „Wir haben unsere Zusammenarbeit mit den Lieferanten neu definiert: Wir sagen, was wir brauchen und die Lieferanten sagen uns, wie sie es qualitativ am besten und effizientesten produzieren können", skizziert Ralf Brandstätter, Chief Operating Officer und Beschaffungsvorstand der Marke Volkswagen. Der Kunde profitiere direkt von dieser "neuen Form der Zusammenarbeit.“ Auch die Lieferanten schätzten die Partnerschaft auf Augenhöhe, so der Konzern. „Für den ID. bringen wir unsere Kompetenzen aus den Technologiefeldern Vernetzung und Elektrifizierung gemeinsam auf die Straße. Dabei hat die Zusammenarbeit für uns Vorbildcharakter“, kommentiert etwa Elmar Degenhart, Vorstandsvorsitzender der Continental AG.

Mit dem ID. will VW auch bei Digitalisierung und Vernetzung neue Standards setzen. So sei das Fahrzeug immer online und über eine Automotive Cloud mit dem Internet vernetzt. Updates und Upgrades würden das Auto stetig verbessern. Vor diesem Hintergrund verstärkt man auch die Zusammenarbeit mit Software-Unternehmen und Entwicklern. Eines dieser Unternehmen ist Elektrobit (EB) aus Erlangen. „Das Beispiel ID. zeigt: Software ist für das Auto der Zukunft essentiell. Gemeinsam mit Volkswagen arbeiten wir daran, dass unsere Software Fahrzeuge einerseits sicher und zuverlässig macht und andererseits die komfortable Nutzung innovativer Dienste aus der Cloud ermöglicht“, meint Alexander Kocher, President EB.

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