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VW ID-Modelle: Nachhaltige Materialien nach Vorbild des ID. Buzz

Noch 2023 finden weitere Recycling-Materialien den Weg in ID.3, ID.4, ID.5 und ID.7. Der Konzern setzt nach dem Vorbild des ID. Buzz auf wiederaufbereitete Altmaterialien aus PET-Flaschen Jedes Rezyklat entspricht denselben hohen Qualitäts- und Wertigkeitskriterien wie neues Material.

Botteln im Bus: Aus alten Plastikflaschen entsteht neuer Garn, der im ID. Buzz erstmals zum Großserieneinsatz kam und jetzt auch die anderen ID-Modelle noch weiter "begrünen" soll. | Foto: VW
Botteln im Bus: Aus alten Plastikflaschen entsteht neuer Garn, der im ID. Buzz erstmals zum Großserieneinsatz kam und jetzt auch die anderen ID-Modelle noch weiter "begrünen" soll. | Foto: VW
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Johannes Reichel

Der Volkswagen-Konzern hat angekündigt, seine vollelektrische ID.-Reihe noch nachhaltiger gestalten zu wollen. So sollen noch in diesem Jahr die Interieurs von ID.3, ID.4, ID.5 und ID.7 nach dem Vorbild des ID. Buzz gestaltet werden. Bei den Sitzbezügen nutzt VW unter anderem Seaqual-Garn, das zu 10 Prozent aus gesammeltem Meeresmüll und zu 90 Prozent aus recyceltem PES-Garn hergestellt wird. Die CO2-Emissionen sind in der Herstellung um fast ein Drittel geringer als bei herkömmlichem Oberflächenmaterial.

„Durch den breiten Einsatz von recycelten Materialien und den tierlederfreien Innenraum in unseren ID. Modellen verbessern wir die Öko-Bilanz unserer Fahrzeuge weiter – und das bei hohem Anspruch an Wertigkeit und Langzeitqualität. Das Feedback unserer Kundinnen und Kunden bestätigt uns, diese nachhaltigen Ansätze in Zukunft weiter auszubauen", erklärt Silke Bagschik, Leiterin der Baureihe E-Mobilität.

Im Innenraum des vollelektrischen Kleinbusses setzen die Wolfsburger an zahlreichen Stellen alternative Materialien aus Meeresplastik bzw. alten PET-Flaschen (konkret 63 Stück à 500 ml) zum Einsatz. Ein Sitzbezug besteht in der Modellfamilie Oberware aus Seaqual-Garn, das zu 10 Prozent aus gesammeltem Meeresmüll und zu 90 Prozent aus recyceltem PES-Garn hergestellt wird. Das spart in der Herstellung im Vergleich zu herkömmlichen Oberflächenmaterialien 32 Prozent CO2 -Emissionen. In Sitzbezügen mit ArtVelours Eco beträgt der Recycling-Anteil 71 Prozent.

Zudem bestehen die Oberflächen des Dachhimmels und des Bodenteppichs E-Bus zu 100 Prozent aus recyceltem Polyester. Auch in der Dämmschicht des Teppichs stecken recycelte Kunststoffe. Das Gleiche gilt für Bauteile wie die Unterbodenverkleidung und die Radhausschalen. Darüber hinaus verwendet Volkswagen für Zierteile an den Türen, der Instrumententafel und der Lenkradspange des Modells kein Chrom mehr, dessen Herstellung die Umwelt belastet. Als Ersatz dient ein Flüssiglack in Chromoptik, dessen Bindemittel biobasiert ist.

Rezyklate als vollwertige Alternative

Rezyklate sind aufbereitete Altmaterialien, die in neuen Produkten wiederverwendet werden. Bei Kunststoffen sind dies beispielsweise PET-Flaschen oder alte Fischernetze. Diese Kunststoffabfälle werden zu Granulaten verarbeitet und können anschließend neu eingesetzt werden, skizziert der Hersteller. Je nach Anforderungen können Bauteile zu einem geringen Anteil oder komplett aus Rezyklaten bestehen. Im Interieur müssen die wieder in den Kreislauf gebrachten Materialien grundsätzlich die gleichen Eigenschaften aufweisen wie herkömmliche, so das Lastenheft. Das betrifft einerseits ihre Anmutung und Haptik, andererseits ihre Strapazierfähigkeit und ihre Langlebigkeit.

Aussagen in diesem Video müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

Die Recycling-Strategie ist Teil der Bemühungen des Konzerns, bis 2030 die CO2 -Emissionen pro Fahrzeug um 40 Prozent zu drücken. Spätestens 2050 will das Unternehmen bilanziell klimaneutral sein. Um diese Ziele zu erreichen, analysieren die Wolfsburger den kompletten Lebenszyklus der Fahrzeuge, von der Grundlagenforschung über die Entwicklung und Produktion bis hin zur Wiederverwertung nach Nutzungsende. Angestrebt werden geschlossene Materialkreisläufe für alle eingesetzten Rohstoffe.

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