VW ID.3: Kracher, Böller und der Sound der Zukunft

Der VW ID.3 macht mit eigenem Soundtrack auf sich aufmerksam.

Der VW ID.3 wird mit eigens komponiertem Sound vorfahren.
Der VW ID.3 wird mit eigens komponiertem Sound vorfahren.
Gregor Soller

Seit Juli 2019 müssen alle neu zugelassenen Elektrofahrzeuge ein künstliches Fahrgeräusch von sich geben. Im Rahmen der Veranstaltung „Future Sounds“ hat VW das Sounddesign des ID.3 präsentiert. Und auch wenn der nahezu geräuschlose elektrische Antrieb der E-Autos an Silvester praktisch nicht hörbar sein wird, bietet er dennoch großes Potential für ein markenspezifisches Sounddesign. Klaus Bischoff, Leiter des Volkswagen Designs, freut sich:

„Mit dem Sound bekommt das E-Fahrzeug eine eigene Stimme, die wir vollkommen unabhängig von mechanischen Geräuschen selbst gestalten können.“

Und das sollte im Idealfall das nicht nur auf das Auto, sondern auch auf die ganze Marke aufmerksam machen. VW wird für die ID. Familie künftig ein „Acoustic Vehicle Alerting System“ ein künstliches Fahrgeräusch erzeugen – sowohl beim Anfahren, bei Geschwindigkeiten bis zu 30 km/h als auch beim Rückwärtsfahren. Das „AVAS“ des ID.3 ist bis 30 km/h nach außen und innen hörbar. Innen ist der Fahrsound in unterschiedlichen Stufen abhängig von Geschwindigkeit und Fahrpedalstellung immer präsent. Oberhalb dieser Geschwindigkeit treten dann ohnehin die Abroll- und Fahrgeräusche in den Vordergrund.

Der neue Fahrsound der Marke Volkswagen entstand in Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Musikproduzenten Leslie Mandoki. Die vielschichtigen Tonspuren bringen die Geschwindigkeit und Dynamik der Elektromobilität zum Ausdruck. Dr. Frank Welsch, Entwicklungsvorstand der Marke Volkswagen, erklärt dazu:

„Wie ein Elektroauto klingt, bestimmt seine Identität. Der Sound sollte souverän und sympathisch sein. Er darf gerne futuristisch klingen und muss darüber hinaus durch seine Einzigartigkeit überzeugen.“

Der ID.3 kommuniziert laut VW vor allem Sicherheit und das Versprechen müheloser Mobilität, ganz nach dem Motto: Wir kommen mit ihm überall hin. Auch wenn man es zum Jahreswechsel eher nicht hören dürfte.

Was bedeutet das?

Im neuen Jahr könnte der Verkehr eine ganz neue Soundkulisse tragen – wenn die Zahl der Stromer merklich steigt und jeder mit seiner eigenen „Komposition“ vorfährt respektive -flüstert.

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