VW ID.3 1st Edition kann ab 17.6. verbindlich bestellt werden

Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann öffnet die Bestellbücher für den ID.3. Damit startet VW auch das neue Agenturmodell im Vertrieb.

Ab 17.6. können die Vorbestellungen für die "1st Edition" des ID.3 in verbindliche Bestellungen umgewandelt werden. | Foto: VW
Ab 17.6. können die Vorbestellungen für die "1st Edition" des ID.3 in verbindliche Bestellungen umgewandelt werden. | Foto: VW
Gregor Soller

Stackmann teilte über LinkedIn und Twitter mit, dass die Vorbesteller der limitierten 1st Edition ihre Optionen ab dem 17. Juni verbindliche Bestellungen umwandeln können. Bei der Vorbestellung wurden 1.000 Euro Reservierungsgebühr angezahlt. Die über 30.000 Kunden sollen nun von ihren jeweiligen VW-Händlern kontaktiert werden. Weniger konkret blieb VW bei den genauen Preisen, Leasingraten und finalen Lieferfristen. Offen blieb auch, ab wann das „reguläre“ ID.3-Programm ausgerollt werden wird. In Sachen Software soll es zuletzt große Fortschritte gegeben haben, dass die ersten Auslieferungen „im Sommer“. Der Herbst startet offiziell am 22.9. um 15:30 Uhr…

Immerhin gibt es jetzt den Preis für das künftige „Basismodell“, das nach Abzug der Umweltprämie von insgesamt 6.000 Euro (zur Hälfte gezahlt vom Staat und von VW) „weniger als 23.430 Euro“ kosten soll. Wichtig ist VW hier, dass der ID.3 in Anschaffung und Betrieb günstiger sein soll als ein vergleichbarer Verbrenner. Den genauen Bruttolistenpreis nennt Volkswagen allerdings noch nicht, doch das Versprechen, unter 30.000 Euro zu starten, wolle man halten. Das dürfte auch deshalb klappen, da die Prämie für die Kunden höher als 6000 Euro ist:  Weil für deren Herstelleranteil keine Mehrwertsteuer anfällt (er wird vom Nettopreis abgezogen) reduziert die Prämie den Endpreis für den Kunden um 6570 Euro. Addiert man die jetzt zu den 23.430 Euro, landet man genau bei 30.000 Euro. „Weniger“ könnte also wie bei Opel und Renault 29.990 Euro bedeuten, mit denen Corsa-e und der neue Zoe Akku eingepreist sind.

Das Agenturmodell wird für viele Kunden nichts ändern, denn: Der Bestellvorgang wird nach wie vor  über den Händler abgewickelt, aber der Kunde schließt den Kaufvertrag jetzt direkt mit Volkswagen – und nicht wie bisher mit dem Autohaus. Der Händler erhält dann eine feste „Vermittlungsgebühr“, die künftig auf alle MEB-Modelle ausgerollt werden soll.

Einige Händler sehen im Agenturmodell durchaus Vorteile, selbst wenn sie nur noch Vermittler sind, denn: Bisher mussten Händler Ausstellungs- und Vorführfahrzeuge auf eigene Kosten beschafft werden, künftig werden gestellt. Ebenfalls ein Pluspunkt: Finanzierung und Lagerhaltung laufen künftig ebenfalls direkt über den Hersteller selbst und nicht mehr über die Handelsbetriebe, womit auch das Restwertrisiko auf Volkswagen respektive Audi übergeht.

Was bedeutet das?

Endlich kann der ID.3 zumindest in der 1st-Edition verbindlich bestellt werden. Nachdem VW sonst aber mit Details und genauen Terminen immer noch geizt, kann man davon ausgehen, dass vor Juli oder August keine ID.3 zu den Kunden gelangen werden. Immerhin hat Zwickau schon etliche Modelle vorproduziert, die dann nach dem Aufspielen der bis dahin verfügbaren Software immerhin direkt ausgeliefert werden können.

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