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VW geht mit Amazon und Siemens in die Wolke

Automobilhersteller kooperiert mit dem Onlinehändler und dem deutschen Tech-Konzern Siemens, um die Fabriken weltweit zu vernetzen und effizienter zu machen. Man sei aber offen für weitere Partner in der Cloud.

Noch ziemlich wolkig: Die Vorteile der Vernetzung der Fabriken klingen noch abstakt, sollen sich aber schnell für den Konzern vorteilhaft konkretisieren. | Foto: VW
Noch ziemlich wolkig: Die Vorteile der Vernetzung der Fabriken klingen noch abstakt, sollen sich aber schnell für den Konzern vorteilhaft konkretisieren. | Foto: VW
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Johannes Reichel

Mit einer Industrial Cloud, die der Hersteller gemeinsam mit Amazon Web Services (AWS) in einer Entwicklungspartnerschaft aufbaut, will der Volkswagen-Konzern die Grundlage für die durchgängige Digitalisierung seiner Produktion und Logistik legen. Langfristig angestrebt ist auch die Integration der globalen Lieferkette mit über 30.000 Standorten und von mehr als 1.500 Zulieferern und Partnerunternehmen, wie der Anbieter skizziert. Die Industrial Cloud stehe als Plattform perspektivisch weiteren Partnern, auch aus dem Automobilbereich offen, verspricht VW. Der deutsche Technologiekonzern Siemens soll dabei technisch maßgeblich dazu beitragen, Maschinen und Anlagen unterschiedlicher Hersteller in den 122 Volkswagen-Fabriken effizient in der Cloud miteinander zu vernetzen. Durch die dadurch ermöglichte Datentransparenz und -analytik würden die technologischen Voraussetzungen für weitere Produktivitätssteigerungen in den Werken von Volkswagen geschaffen, so erhofft man sich.

Produktion als Wettbewerbsfaktor

Darüber hinaus machen Siemens sowie weitere Maschinen- und Anlagenlieferanten Anwendungen und Apps aus dem sogenannten Internet-of-Things-System MindSphere in der Volkswagen Industrial Cloud verfügbar. Die beiden deutschen Partner wollen zudem perspektivisch und gemeinsam mit Maschinen- und Anlagenlieferanten neue Funktionen und Services für die Industrial Cloud entwickeln, die dann allen künftigen Partnern zur Verfügung stünden. Man wolle die Produktion als Wettbewerbsfaktor für den Volkswagen Konzern weiter stärken. die  strategische Zusammenarbeit mit Amazon Web Services schaffe dafür wichtige Voraussetzungen, kommentierte Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender von Porsche und im Vorstand der Volkswagen AG für Produktion zuständig.

"Wir werden unsere Volkswagen Industrial Cloud zu einem Partnernetzwerk formen, von dessen digitalen Funktionen alle teilnehmenden Unternehmen profitieren. Mit Siemens gewinnen wir einen starken Partner mit herausragender Digitalisierungs- und Industrieexpertise“, führte Blume weiter aus.

Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG versprach, durch die Vernetzung und Automatisierungsplattformen könnten Volkswagen, Zulieferer und Maschinenbauer das Potenzial von Produktionsdaten noch besser nutzen. Dadurch ließen sich die Effizienz und Flexibilität in der Produktion sowie die Produktqualität weiter steigern.

Anfang: Lokalisierung von Warentransport in der Fabrik

Mittelfristig sollen es rund 220 Spezialisten sein, die in mehreren IT-Entwicklungs­zentren von Volkswagen sitzen. In Berlin planen die Unternehmen ein gemeinsames Industrial Cloud Innovation Center. Weiterhin unterstützen VW-Experten in Dresden, München und Wolfsburg die Entwicklungsarbeit. Bereits jetzt haben die Teams 140 Projekte definiert. Dazu zählen beispielsweise ein Dienst zur Lokalisierung von Warentransporten innerhalb und außerhalb der Fabrik, etwa per Lkw (Vehicle Locating Service) sowie Analysedienste für die Berechnung der Anlageneffektivität in den Standorten (Overall Equipment Effectiveness, OEE). Ziel sei es, die Industrial Cloud sowie erste konkrete Services und Funktionen Ende 2019 in Betrieb zu nehmen, heißt es aus dem Unternehmen.

"Die Industrial Cloud von Volkswagen wird die Produktion und Logistik des Unternehmens transformieren. Sie ist ein weiterer Beleg der Innovationsstärke und Technologieführerschaft von Volkswagen“, befand Andy Jassy, CEO von Amazon Web Services.

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