VW E-Up wohl bald wieder bestellbar

Eine ungebrochen hohe Nachfrage und Klarheit bei den Umweltboni und Förderungen bringen VWs Einstiegsstromer zurück

Ab Februar 2022 soll der VW E-Up wieder bestellbar sein. | Foto: VW
Ab Februar 2022 soll der VW E-Up wieder bestellbar sein. | Foto: VW
Gregor Soller

Er ist klein, vernünftig und zeitlos – und leider margenschwach: Der E-Up, der trotz des verhängten Bestellstopps 2020 zu den Elektrotopsellern 2021 gehörte. Denn mit dem höheren Umweltbonus und der Innovationsprämie wurde der e-Up plötzlich preislich sehr attraktiv. 2021 kam der e-Up insgesamt auf 30.797 Neuzulassungen und war damit in Deutschland das zweitmeist verkaufte Elektroauto hinter Teslas Model 3 und noch vor seinen Brüdern ID.3 und ID.4. Im Dezember 22021 waren 79 Prozent (!) aller zugelassenen VW Up elektrisch, im Gesamtjahr 2021 entfielen 66 Prozent der Up-Zulassungen auf die Elektroversion.

Doch wie gesagt, der Up ist per se margenschwach. Und nachdem der Herstelleranteil der Förderungen hier 3000 Euro betrug, dürfte der Up für VW noch margenschwächer oder gar zum Minusgeschäft geworden sein. Und: Man hatte das Produktionsvolumen des Ministromers nie auf die abgefragten Stückzahlen ausgelegt. Und dann waren da die Unsicherheiten bei der Förderung, mit der VW den Bestellstopp begründete, denn: Der Umweltbonus von 9.570 Euro war einst bis zum 31.12.2021 befristet. Doch schon im September 2020 steigen die Lieferzeiten laut VW auf bis zu 16 Monate. Heißt: Neukunden hätten ihren E-Up erst Anfang 2022 erhalten – und ob es dann noch den vollen Satz geben würde, war nicht klar.

Die Nachfrage nach dem E-Up ist laut der Plattform „Electrive Net“ aber ungebrochen. Mittlerweile sollen erste Händler Interessenten-Listen anlegen, um Kunden möglichst schnell informieren zu können, wenn der E-Up wieder verfügbar ist. Laut „Electrive.Net“ soll VW inzwischen auf Nachfrage bestätigt haben, dass man den E--Up wieder ins Bestellprogramm aufnehmen wolle. Ein Sprecher gab gegenüber "Electrive.Net" an, dass dies wahrscheinlich ab Mitte Februar 2022 der Fall sein wird. Einzige „Einschränkung“ könnte die Teileverfügbarkeit sein: Wenn es einen Engpass bei Chips oder anderen wichtigen Komponenten geben sollte, wird VW die sicher eher den margenstärkeren ID.-Modellen zuteilen.

Was bedeutet das?

Der E-Up gehört zu den genialsten und zeitlosesten VW-Modellen. Schade, dass er so margenschwach ist und den „nachträglichen Umbau“ zum Stromer mit sich tragen muss. Denn grundsätzlich bietet schon er alles, was man für ausgewogene und sinnvolle Elektromobilität braucht und das auf wunderbar wenig Verkehrsfläche. So dass er theoretisch erstmal auf unbestimmte Zeit weitergebaut werden könnte, so lange die Nachfrage so stark anhält – und es so wenig Alternativen gibt. Schön, dass er jetzt wieder zurückkehrt.

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