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VW-Chef Diess mahnt Akkuzellenfertigung in der EU an

Wie die Plattform „Automobil-Produktion“ berichtet, sieht VW-Chef Diess in der großen Marktmacht asiatischer Anbieter bei Batteriezellen für Elektrofahrzeuge ein Problem für die deutschen Hersteller.

An den Standorten Dresden und Zwickau (Bild) plant VW zwar die Fertigung von Elketroautos, nicht aber von Batteriezellen. | Foto: Volkswagen
An den Standorten Dresden und Zwickau (Bild) plant VW zwar die Fertigung von Elketroautos, nicht aber von Batteriezellen. | Foto: Volkswagen
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Gregor Soller

Das Thema Batteriezellenfertigung bleibt beim Volkswagenkonzern virulent. VW-Chef Herbert Diess sieht in Marktmacht asiatischer Anbieter bei der Zellfertigung ein Problem für Europas Autoindustrie.  Hersteller. Beim „Handelsblatt“ forderte er, dass die heimische und europäische Autoindustrie sich angesichts der künftigen Bedeutung der Technologie endlich zu einer eigenen Entwicklung und Fertigung durchringen müsste: „Ich finde es erschreckend, dass wir in diese große Abhängigkeit geraten sind.“ Betriebsratschef Osterloh hatte eine VW-eigene Produktion von Batteriezellen zuletzt nicht ausgeschlossen. Extrem hohen Anlaufkosten stehen auch hohe Umsatzpotenziale gegenüber: Bis 2025 könnte das Umsatzpotenzial bis zu 60 Milliarden Euro umfassen. Noch sei es kaut Diess nicht zu spät, wobei der Volkswagenkonzern mittelfristig auf Feststoffzellen setze. Und: Diess sähe diese Investitionen lieber bei den Zulieferern, weniger bei den Autobauern.

Für eine Zellfertigung in Deutschland müssten Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine wirtschaftlich Produktion ermöglichen. Im VW-Werk Salzgitter plant der Volkswagen-Konzern eine Pilotfertigung von Zellen aufgebaut, um Erfahrungen zu sammeln. Aktuell kaufen alle deutschen Hersteller ihre Zellen in Asien zu und montieren daraus eigene Akkus nach eigenen Vorgaben. Deshalb errichtet der chinesische Zellspezialist CATL in Thüringen eine europäische Fertigung. Als erster Kunde vergab der Diess Ex-Arbeitgeber BMW einen Milliarden-Auftrag.

Was bedeutet das?

Guten Morgen! Seit Jahren denkt man in Deutschland über eine Zellfertigung – und diskutiert sie damit zu Tode. CATL handelt derweil und stellt eine solche in Thüringen auf die grüne Wiese. Man darf gespannt sein, ob Diess´ Weckruf gehört wird – wenngleich der Volkswagen-Konzern als größter Autohersteller der Welt die Zellen selbst zukauft. Wenn VW keine Zellfertigung auf die Beine bringt – notfalls im Schulterschluss mit anderen Fahrzeugherstellern oder Zulieferern, wer dann?

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