VW Arteon: Jetzt auch als Shooting Brake und Plug-in-Hybrid

Mit dem Facelift erweitert VW die Arteon-Familie um wichtige Varianten.

Der Arteon kommt jetzt auch als Plug-in-Hybrid-Kombi, Verzeihung: "Shooting Brake". | Foto: VW
Der Arteon kommt jetzt auch als Plug-in-Hybrid-Kombi, Verzeihung: "Shooting Brake". | Foto: VW
Gregor Soller

Große VW hatten es schon immer schwer: das gilt auch für den Arteon, der, extrem eng mit dem Passat verwandt, eleganter und teurer als dieser ist und bisher nur als Coupé-Limousine mit großer Heckklappe angeboten wurde – und hier gegen den Skoda Superb und Opel Insignia antreten muss. Und das in einer eher schrumpfenden Nische. Jetzt versucht VW sein elegantes Topmodell durch neue Varianten attraktiver zu machen: ganz wichtig ist hier vor allem der Arteon eHybrid, der den Passat-Antriebsstrang übernimmt, heißt: 218 PS Systemleistung und bis zu 54 Kilometer rein elektrische Reichweite. Neue Topmotorisierung ist der EA 888 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner, der 320 PS und 420 Newtonmeter Drehmoment leistet.

Dazu passt die sportliche R-Line, in der das R-Performance Torque Vectoring dafür sorgt, dass über einen Torque-Splitter die Antriebskraft nicht nur variabel zwischen den Achsen, sondern ebenso situativ zwischen den Hinterrädern verteilt wird.

Platz gibt es nach wie vor in Hülle und Fülle – hier bietet der Arteon schon immer Oberklassekomfort auf der Rückbank. Dahinter? 565 Liter großer Stauraum beim neuen Shooting Brake (Fastback: 563 Liter); Bis an die Lehnen der Vordersitze beladen, steigt das Ladevolumen auf 1.632 Liter (Fastback: 1.557 Liter). Die Ladefläche ist maximal jeweils 2,09 m (bis zu den Vordersitzen) lang. Damit bietet VW bewusst keine Topwerte, denn auch beim Shooting Brake steht die Eleganz im Fokus.

Das Spektrum der technischen Neuheiten umfasst über die Antriebe hinaus weitere IQ.DRIVE-Assistenzsysteme. Neu in dieser Baureihe: der optionale „Travel Assist“. Das System ermöglicht das teilautomatisierte Fahren über den Geschwindigkeitsbereich von 0 km/h bis 210 km/h (im Rahmen der Systemgrenzen). Insbesondere Fahrten im Stop-and-Go-Verkehr und durch Baustellen sollen mit dem „Travel Assist“ spürbar komfortabler werden. Ein integraler Bestandteil des „Travel Assist“ ist das „ACC“ mit vorausschauender Geschwindigkeitsregelung. Die automatische Distanzregelung reagiert auf Tempolimits, Ortschaften, Kurven, Kreisverkehre und Kreuzungen mit entsprechenden Geschwindigkeitsanpassungen. Auch das kennt man bereits vom Passat.  Ebenfalls zum Funktionsumfang des „Travel Assist“ gehören der Spurhalteassistent „Lane Assist“ mit Spurmittenführung sowie der Notbremsassistent „Front Assist“ mit Fußgängererkennung. Weiterentwickelt wurde die Rückfahrkamera „Rear View“ (optional), die nun zusätzlich unter anderem einen „Cornerview“ (Erweiterung des Kamerabildes im Screen des Infotainmentsystems von 90 Grad auf 170 Grad Weitwinkel) und eine spezielle „Anhängeransicht“ (von oben auf die Deichsel, um das Ankuppeln zu erleichtern) bietet.

Innen soll eine neu designte Cockpitlandschaft dem Arteon noch mehr Exklusivität verleihen. Die Bedienung wird durch Touchslider für die Klimaautomatik und ein neues Multifunktionslenkrad mit Touchflächen erleichtert. Ebenfalls neu: die nun kabellose Einbindung von Apps via „App-Connect Wireless“ für „Apple CarPlay“ und „Android Auto“ (Google) sowie ein optionales 700 Watt starkes Highend-Soundsystem des Audio-Spezialisten Harman/Kardon, das speziell auf den Arteon zugeschnitten wurde. Auf Wunsch gibt es eine in bis zu 30 Farben einstellbare Ambientebeleuchtung. Durchleuchtet werden dabei die Dekore in den Armaturen und Türverkleidungen – Licht wird so zum „neuen Chrom“.

Was bedeutet das?

Der Arteon wurde um entscheidende Modelle erweitert: Mit dem Shooting Brake und dem Plug-in-Hybrid wird er eine interessante Alternative in der gehobenen Mittelklasse. Man darf gespannt sein, ob das den Absatzzahlen auf die Sprünge hilft – denn seltene VWs sind selten. In der Hoffnung, dass sich das beim Arteon künftig ändert.

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