Vorstellung VW Polo Facelift: Das Auto!

Mit reichlich Serienausstattung und etwas High-Tech avanciert der facegeliftete VW Polo zum ultimativen Verbrenner, den es auch wieder als Erdgasversion gibt.

Der geliftete Polo hat auch optisch an Präsenz gewonnen. | Foto: VW
Der geliftete Polo hat auch optisch an Präsenz gewonnen. | Foto: VW
Gregor Soller

Schon auf der Vorabpremiere wurde klar, dass der Polo mit dem Facelift nochmal einen Riesensprung machen würde. Wo VW bei Golf und ID.3 zuletzt viel weggespart hat, packt man das alles beim Polo jetzt wieder drauf, heißt: Innen werden bei allen Modellen alle Oberflächen hinterschäumt, elektrische Fensterheber für alle, Klima und LED-Lichter sind ebenso Serie wie das volldigitale Cockpit. Und das alles auf gut vier Metern Länge mit ausreichend Platz für vier und für die Klasse ordentlichen 351 Liter Kofferraum. Das alles startet bei nicht ganz günstigen Tarifen ab „unter 16.000 Euro“ und ist damit nah dran, an dem was man in Europa als „das Auto“, also „das ultimative Auto“ bezeichnen würde.

Mehr Sicherheitsausstattung und ein Centerairbag

Als Novum seiner Klasse kann der neue Polo auf Wunsch mit dem bereits erwähnten „IQ.DRIVE Travel Assist“ bestellt werden. Dabei verschmelzen unter anderem das neue prädiktive „ACC“ (automatische Distanzregelung) und der Spurhalteassistent „Lane Assist“ zu einem neuen Assistenzsystem und ermöglichen so das teilautomatisierte Fahren bis 210 km/h. In diesem Fall ist das neue und serienmäßige Multifunktionslenkrad mit kapazitiven Flächen ausgestattet; sie registrieren, dass der Fahrer bei aktivem „IQ.DRIVE Travel Assist“ mit seinen Händen das Lenkrad berührt. Und das ist in der Stufe 2 des automatisierten Fahrens in der EU vorgeschrieben. Serienmäßig ist übrigens jeder Polo mit Assistenzsystemen wie dem Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“ inklusive City-Notbremsfunktion und nun auch mit dem „Lane Assist“ ausgestattet. Neu ist auch ein Centerairbag zwischen den beiden vorderen Insassen und ein Endbeschlagstraffer, der den Sicherheitsgurt zusätzlich im Bereich des Beckens spannt.

Neue Ausstattungsmatrix: Viele Versionen, alle mit stark erweiterten Serienumfängen

Die neuen Modelle heißen jetzt „Polo“, „Life“, „Style“, „R-Line“ und „GTI“. Neu konzipiert und konfiguriert wurden die Ausstattungslinien. Die hat Volkswagen neu sortiert, übersichtlicher gestaltetet und die ohnehin von den meisten Käufern favorisierten Umfänge serienmäßig integriert. Fortan startet der Konfigurator mit der Version „Polo“, weiter geht es mit „Life“, „Style“ und „R-Line“. Die Markteinführung dieser Versionen beginnt noch im Frühjahr 2021. Darüber hinaus wird es den Polo wieder als „GTI“ geben.

Das „Digital Cockpit“ (digitale Instrumente mit einem 8,0-Zoll-Display) wurde in die Grundausstattung mit aufgenommen. Jetzt ebenfalls generell serienmäßig: die Klimaanlage, das Audiosystem „Composition Media“ mit 6,5-Zoll-Monitor, eine Bluetooth-Telefonschnittstelle sowie die elektrisch einstell- und beheizbaren Außenspiegel. Die Topversion der LED-Rückleuchten kennzeichnet technisch eine animierte Blinkfunktion (wischender Effekt) und eine Umschaltfunktion der LEDs beim Bremsen („Klick-Klack-Effekt“); durch dieses Umschalten soll das Bremslicht nochmals stärker wahrgenommen werden.

Keine Revolution: Vier effiziente Dreizylinder zur Markteinführung

Die zur Markteinführung erhältlichen Benziner entwickeln 59 kW (80 PS), 70 kW (95 PS) und 81 kW (110 PS). Den 70-kW-Motor wird es optional mit einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) geben, den 81-kW-Motor serienmäßig. Darüber hinaus wird es den Polo wieder als 1.0 TGI mit einem monovalenten Erdgas-/Benzinantrieb geben. Der 1.0 TGI leistet 66 kW (90 PS). Alle Motoren zur Markteinführung sind Dreizylinder mit 999 cm Hubraum; ab 70 kW sind sie mit einem Turbolader ausgerüstet.

Was bedeutet das?

Bunter und edler tritt der Polo nach dem Facelift seinen zweiten Lebensabschnitt an. VW hat ihn an den richtigen Stellen modifiziert und aufgewertet. Schön, dass auch die Erdgasversion wieder am Start ist. Ansonsten spart man sich große Elektrifizierungsorgien und überlässt das weiter dem eUp und später dann dem ID.1 und ID.2.

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