Volvo: Nachverfolgung der Kobalt-Lieferkette dank Blockchain

Hersteller will per Invest in den Spezialisten Circulor die Nachverfoglbarkeit der Lieferkette bei kritischen Rohstoffen wie Kobalt verbessern und Standards in der Industrie setzen.

Wissen, wo's herkommt: Beim XC 40 Recharge will Volvo für eine transparente Lieferkette sorgen, speziell bei kritischen Batterierohstoffen wie Kobalt. | Foto: Volvo
Wissen, wo's herkommt: Beim XC 40 Recharge will Volvo für eine transparente Lieferkette sorgen, speziell bei kritischen Batterierohstoffen wie Kobalt. | Foto: Volvo
Johannes Reichel

Der schwedische Automobilhersteller Volvo Cars hat eine Investition in den Blockchain-Spezialisten Circulor getätigt. Das Technologie-Unternehmen und der Hersteller arbeiten schon mehrere Jahre zusammen, um mit Hilfe der Blockchain die Nachverfolgbarkeit der Kobalt-Lieferkette zu verbessern. Der Rohstoff kommt in den Hochvoltbatterien der Volvo Elektrofahrzeuge zum Einsatz. Die jetzige Investition über den unternehmenseigenen Investitionsfond ermögliche eine Ausweitung der Kooperation. Die Blockchain-Technik von Circulor wird bereits in der Batterie-Lieferkette von Volvo eingesetzt. Dadurch lasse sich auch zu 100 Prozent das Kobalt zurückverfolgen, das im neuen Kompakt-SUV XC40 Recharge P8 AWD zum Einsatz kommt. Das erste vollelektrische Fahrzeug der schwedischen Marke, das im belgischen Gent produziert wird, kommt zum Jahresende auf den deutschen Markt.

Künftig könnten weitere Materialien in die Blockchain einbezogen werden, etwa Mica-Mineralien („Katzensilber“ oder Katzengold“). Diese werden zur Isolation von Akku-Packs verwendet. Der Autohersteller und Circulor prüfen aber auch die Möglichkeit, ihre Zusammenarbeit auf andere Bereiche, wie die Rückverfolgbarkeit und Reduzierung von CO2-Fußabdrücken, auszudehnen. Damit könne Circulor Standards für eine ethische Beschaffung in der Automobilindustrie und anderen Branchen setzen, glaubt man. Die Investition durch den Volvo Cars Tech Fund ist Teil einer Finanzierungsrunde von Circulor, an der auch drei weitere Investoren beteiligt sind: SYSTEMIQ, Total Carbon Neutrality Ventures und Plug & Play.

 

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