Volvo: Mild-Hybrid macht XC90-Benziner etwas sparsamer

Hersteller bringt zum Diesel mit 48-Volt-System zwei leistungsstarke Benziner des Top-SUV, die mit Startergenerator an Bord etwas weniger Sprit verbrauchen sollen.

Volvo will seinem Top-SUV XC90 jetzt auch in den Benzin-Versionen zu moderateren Trinksitten verhelfen, mittels 48-Volt-Netz an Bord. | Foto: Volvo
Volvo will seinem Top-SUV XC90 jetzt auch in den Benzin-Versionen zu moderateren Trinksitten verhelfen, mittels 48-Volt-Netz an Bord. | Foto: Volvo
Johannes Reichel

Der schwedische Automobilhersteller Volvo will dem Top-SUV XC90 auch als Benziner-Variante mit Hilfe von Mild-Hybrid-Technologie zu etwas günstigerem Verbrauch verhelfen. Nachdem man bereits mehrere Dieselmotorisierungen mit einem Mild-Hybrid-System realisiert hat, werden jetzt auch die ersten Benzin-Aggregate auf das 48-V-Bordnetz mit Mild-Hybrid-Technik umgestellt. Die zunächst für das Flaggschiff-SUV Volvo XC90 angebotenen Varianten bilden dabei den Anfang, weitere Modelle und Motorisierungen mit 48-Volt-System sollen folgen. Der neue Volvo XC90 B5 Mild-Hybrid Benzin AWD verfügt über eine Leistung von 184 kW (250 PS) und ist ab 65.750 Euro (brutto) in der Einstiegsversion Momentum bestellbar, der B6 Mild-Hybrid Benzin AWD leistet 228 kW (310 PS) und beginnt bei 74.650 Euro in der sportiveren R-Design Ausstattung. Im Bestfall erreicht der B5 damit einen Durchschnittsverbrauch von 7,9 l/100 km, der B6 von 8,1 l/100 km, was 184 und 187 gCO2/km entspricht (WLTP-Messung, NEFZ-Umrechnung).

Unterstützung beim Anfahren kann der schwere XC90 brauchen

Wie bei den elektrisch unterstützten Dieselvarianten, die für den Volvo XC60 und den Volvo XC90 erhältlich sind, umfasst auch das Mild-Hybrid-System für die Benziner einen integrierten Startergenerator (ISG), ein 48-V-Bordnetz und ein Bremsenergie-Rückgewinnungs-System. Der ISG wandelt die beim Bremsen entstehende kinetische Energie in elektrische Energie um. Diese wird im Akku gespeichert und unterstützt den Verbrennungsmotor etwa beim Anfahren und Beschleunigen. Dadurch sollen der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen im realen Fahrbetrieb sinken, vor allem im Stadtverkehr verspricht man sich eine Reduktion. Alle Mild-Hybride sind zudem mit einem Automatikgetriebe mit Shift-by-Wire-Technik ausgestattet, was Schaltkomfort und -geschwindigkeit verbessern soll.

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