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Volvo kauft Akkus bei CATL und LG Chem

Die Vereinbarung zur Lieferung von Batterien für Volvo Cars und Polestar erstreckt sich über das kommende Jahrzehnt und hat ein Volumen von mehreren Milliarden US-Dollar.

Mit dem XC 90 Twin Engine Antriebsstrang begann Volvo die Elektrifizierung, die jetzt beschleunigt werden soll. | Foto: Volvo Cars
Mit dem XC 90 Twin Engine Antriebsstrang begann Volvo die Elektrifizierung, die jetzt beschleunigt werden soll. | Foto: Volvo Cars
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Gregor Soller

Volvo geht den nächsten großen Schritt in Sachen Elektrifizierung: Bis 2025 soll die Hälfte des weltweiten Fahrzeugabsatzes des Unternehmens aus reinen Elektrofahrzeugen bestehen. Dafür unterzeichnete man jetzt weitreichende Verträge mit CATL und LG Chem. Diese decken die Lieferung von Batteriemodulen für alle Modelle auf der kommenden Fahrzeug-Architektur SPA2 sowie der aktuellen modularen Plattform CMA ab. Håkan Samuelsson, Präsident und CEO von Volvo Cars, erklärte dazu:

 „Die Zukunft von Volvo ist elektrisch und wir sind fest entschlossen, die Zeiten der Verbrennungsmotoren hinter uns zu lassen. Die Vereinbarungen mit CATL und LG Chem zeigen, wie wir unsere ambitionierten Elektrifizierungsziele erreichen werden.“

CATL aus China und LG Chem aus Südkorea liefern seit langem erfolgreich Lithium-Ionen-Batterien an die Automobilindustrie weltweit. Sie erfüllen die strengen Auswahlkriterien von Volvo in Bezug auf Technikführerschaft, verantwortungsvolle Lieferketten und wettbewerbsfähige Kostenmodelle. In China wird die Batterielieferung von der Größe der Geely Gruppe profitieren. Im belgischen Volvo Werk in Gent wird bis Ende des Jahres die erste Batteriemontage-Linie des Unternehmens fertiggestellt. Der erste vollelektrische Volvo, der in Gent produziert wird, ist der Volvo XC40. Schon jetzt werden dort Plug-in-Varianten gebaut. Das Kompakt-SUV basiert ebenso wie der vollelektrische Polestar 2 und verschiedene Modelle der Volvo Schwestermodelle Lynk & Co auf der kompakten Modular-Architektur CMA. Alle drei Modelle werden ab diesem Jahr auf der gleichen Produktionslinie in einem von Volvo betriebenen Werk in Luqiao (China) hergestellt.

Aber auch bei den großen Modellen plant der Konzern weiter: SPA2 wird Anfang des kommenden Jahrzehnts eingeführt: Erstes Modell auf der neuen SPA2-Plattform ist die nächste Generation des Volvo XC90.

Was bedeutet das?

Volvo will weiter wachsen, tut dies aber aktuell (noch) in erster Linie mit Verbrennern und Plug-in-Hybriden. Künftig will man auch batterieelektrisch durchstarten und braucht dazu Akkus samt Kapazitäten: „Mit dieser Vereinbarung sichern wir die Lieferung von Batterien für das kommende Jahrzehnt“, sagte Martina Buchhauser, Senior Vice President für Beschaffung bei Volvo Cars. „Damit haben wir künftig zwei Lieferanten in allen Regionen weltweit und gewährleisten Flexibilität in unserer Lieferkette.“ Krux daran: Die Lieferanten sind diejenigen, die ohnehin fast die ganze Fahrzeugindustrie beliefern. Hier droht schon jetzt dezent die Gefahr eines Duopols, falls sich nicht bald andere Hersteller entscheiden, ihrerseits eine Akku- und Zellfertigung in Angriff zu nehmen.

 

 

 

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