Volvo Cars verdreifacht E-Auto-Kapazität in Gent

Volvo Cars reagiert auf die wachsende Nachfrage nach Recharge-Modellen und verdreifacht die Produktionskapazitäten für Elektroautos im belgischen Werk Gent.

Volvo erhöht die Kapazitäten für die Fertigung von reinen Elektromodellen im Werk Gent. | Foto: Volvo Cars
Volvo erhöht die Kapazitäten für die Fertigung von reinen Elektromodellen im Werk Gent. | Foto: Volvo Cars
Gregor Soller

Auch Volvo steht immer stärker unter Strom: 2020 hat sich der Anteil der Recharge Modelle am globalen Gesamtabsatz gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Deshalb passen die Schweden ihre Kapazitäten an: Bis 2022 soll sich laut Volvo Cars die Kapazität für die in Gent gebauten reinen Elektrofahrzeuge mehr als verdreifachen und dann rund 60 Prozent der Fertigung vor Ort ausmachen. Der belgische Standort bereitet sich derzeit auf die noch in diesem Jahr startende Produktion eines zweiten vollelektrischen Volvo Modells auf Basis der modularen Fahrzeugarchitektur CMA vor. Das erste vollelektrische Fahrzeug, der Volvo XC40 Recharge P8 AWD, und dessen Varianten mit Plug-in-Hybridantrieb laufen bereits in Gent vom Band. Gent war das weltweit erste Volvo Pkw-Werk, das mit der Produktion von vollelektrischen Volvo Elektromodellen begann. Dazu plant man einen Ausbau der Produktionskapazitäten für E-Autos in den anderen Fertigungsstätten auf der ganzen Welt. Javier Varela, Leiter für Global Industrial Operations and Quality, erklärt dazu:

„Beim Ausbau unserer Modellpalette und der Produktionskapazitäten spielt Gent eine zentrale Rolle innerhalb des globalen Produktionsnetzwerks.“

Die rein elektrische Volvo-Palette soll darüber hinaus schnell wachsen: In den kommenden Jahren bringt das Unternehmen verschiedene vollelektrische Fahrzeuge auf den Markt. Bereits 2025 sollen Elektromodelle 50 Prozent des weltweiten Absatzes ausmachen, der Rest entfällt auf Hybride. Erst im Dezember 2020 gab Volvo Cars zudem bekannt, künftig auch Elektromotoren in seinem Motorenwerk im schwedischen Skövde zu montieren und bis Mitte des Jahrzehnts eine komplett hauseigene E-Motorenfertigung aufzubauen. Hierfür investiert das Unternehmen in den kommenden Jahren insgesamt 700 Millionen Schwedische Kronen (ca. 68,3 Millionen Euro). Zuvor hatte Volvo bereits angekündigt, erheblich in die Eigenentwicklung von Elektromotoren für die nächste Generation von Volvo Fahrzeugen zu investieren.

Was bedeutet das?

Nachdem Volvo vor allem bei den Plug-in-Hybriden stark gestartet war, verlagern sich die Investitionen jetzt verstärkt auf rein elektrische Modelle, die künftig auch bei Volvo viel wichtiger werden dürften, zumal man hier auf das komplette Geely-Netzwerk zurückgreifen kann.

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