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Volvo Bus forscht an Wiederverwertung gebrauchter E-Bus-Akkus

Die gebrauchten Akkus sollen zur stationären Speicherung von Sonnenenergie genutzt werden.

Volvo-Bus-Projektleiterin Ylva Olofsson vor den Akkus in ihrem neuen Einsatzort. | Foto: Volvo
Volvo-Bus-Projektleiterin Ylva Olofsson vor den Akkus in ihrem neuen Einsatzort. | Foto: Volvo
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Gregor Soller

Volvo Bus arbeitet mittlerweile ebenfalls am zweiten Leben seiner Akkus. Dafür baut man den voraussichtlich ersten stationären Energiespeicher in Europa auf, bei dem gebrauchte Batterien aus Elektrobussen eingesetzt werden. Das stationäre Batteriespeichersystem besteht aus 14 gebrauchten Lithium-Ionen-Eisenphosphat-Batterien. Sie sind in einer Batteriekammer eingebaut und in diesem Gehäuse zu einem 200-kWh-Speicherpaket verbunden. Dieser stationäre Energiespeicher ermöglicht die Nutzung eines größeren Anteils der von Viva erzeugten Solarenergie zur Abdeckung des eigenen Energiebedarfs in diesem Wohnprojekt. Die Akkus erhalten ein „zweites“ Leben durch eine Wiederverwertung zur Speicherung von Solarenergie. Als Teil eines Forschungsprojekts, bei dem die Volvo Bus Corporation, Göteborg Energi, Riksbyggen und Johanneberg Science Park zusammenarbeiten, wird ihre Nutzung zur Elektrizitätsspeicherung in Mehrfamilienhäusern untersucht, die über eine eigene Stromerzeugung durch Sonnenkollektoren verfügen.

Dabei handelt es sich um Akkus einer früheren Generation, die in den elektrischen Volvo-Bussen auf Linie 55 ausgetauscht und durch die aktuelle neue Batteriegeneration mit höherer Kapazität ersetzt worden sind. Das innovative „Viva“ genannte Wohnprojekt hat sich das „Wohnen mit positiver Energie- und Umweltbilanz“ (Positive Footprint Housing) zum Ziel gesetzt. Mit der Realisierung des stationären Energie-Speichersystems soll der Appartment-Komplex Schwedens innovativstes und nachhaltigstes Wohnungsprojekt werden.

Der stationäre Energiespeicher dient dazu, sowohl die Stromverbrauchsspitzen des Gebäudekomplexes zu kappen als auch die überschüssig erzeugte Solarenergie zu speichern oder zu verkaufen. Das Speichersystem dient außerdem zum Bezug von Elektrizität aus dem nationalen Stromnetz: Wird der Strom preisgünstig angeboten und umweltfreundlich erzeugt, kann er zur späteren Verwendung aus dem öffentlichen Netz zugekauft und gespeichert werden. Dies verbessert sowohl die Effizienz des eigenständigen Viva- Energiesystems als auch die des städtischen Stromnetzes. „Wir wissen, dass Batterien aus Elektrobussen nach dem Ende ihres Einsatzes im Öffentlichen Personennahverkehr ein großes Potenzial für weitere Verwendungsmöglichkeiten bieten, zum Beispiel im Rahmen der stationären Energiespeicherung. Was wir in diesem Zusammenhang hier untersuchen und ausloten, sind die Qualität und die Effizienz dieses Potenzials.

Was bedeutet das?

Mit der steigenden Zahl alter Akkus steigt das Potenzial, diese in Stationärspeicher zu packen und damit das Stromnetz zu entlasten. Vor allem die Elektrobusse dürften hier künftig einen großen Anteil beitragen, zumal immer mehr Kommunen hier vom Verbrenner auf Stromer umsteigen.

 

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