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Volkswagen will Elektro-Rekord am Nürburgring knacken

Hersteller geht in die Vorbereitungen für eine Rekordfahrt mit dem Elektro-Sportwagen ID. R, der ein Vorbote der Serienmodelle sein soll.

Vom Rennen in die Serie: VW will mit dem ID R. den Rundenrekord am Nürburgring brechen. Von den Erkenntnissen soll auch die ID-Reihe profitieren. Im Bild: VW ID. R Pikes Peak und ID. BUZZ, Motorsport Team mit Fahrer Romain Dumas. | Foto: VW
Vom Rennen in die Serie: VW will mit dem ID R. den Rundenrekord am Nürburgring brechen. Von den Erkenntnissen soll auch die ID-Reihe profitieren. Im Bild: VW ID. R Pikes Peak und ID. BUZZ, Motorsport Team mit Fahrer Romain Dumas. | Foto: VW
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Johannes Reichel

Der Automobilhersteller Volkswagen nimmt weiter Kurs auf die Elektromobilität, diesmal am oberen Ende der Leistungsskala. Nach der Rekordfahrt beim berühmten Pikes-Peak-Bergrennen will der Hersteller mit dem Elektro-Sportwagen ID. R im Sommer 2019 eine weitere Bestmarke knacken: Den Rundenrekord für elektrisch angetriebene Fahrzeuge auf der Nordschleife des Nürburgrings, die als schwierigste Rennstrecke der Welt gilt. Der E-Rennwagen soll der sportliche Vorbote der Reihe rein elektrischer Fahrzeuge sein, die ab 2020 auf den Markt kommen sollen.

Der für den Rekordversuch auf dem Nürburgring weiterentwickelte ID. R wird von zwei Elektro-Motoren mit einer Systemleistung von 500 kW (680 PS) angetrieben und wiegt inklusive Fahrer weniger als 1.100 Kilogramm.

„Wir werden vor allem die Aerodynamik des ID. R auf die im Vergleich zum Pikes-Peak-Bergrennen deutlich anderen Bedingungen der Nordschleife anpassen“, kündigt François-Xavier Demaison, Technischer Direktor von Volkswagen Motorsport an.

 

"Den bestehenden Elektro-Rekord zu unterbieten, wird sicher keine Spazierfahrt“, meint Fahrer Romain Dumas, der schon im Juni 2018 mit dem ID. R den Pikes Peak International Hill Climb gewonnen hatte. Die aktuelle Bestmarke für rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge steht bei 6:45,90 Minuten – das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 185 km/h. Aufgestellt hat sie der Brite Peter Dumbreck am Steuer eines NIO EP9 im Jahr 2017.

Was bedeutet das?

Zur Rechtfertigung von Motorsportaktivitäten wird ja immer gerne auf die "Serienrelevanz" der unter Extrembedingungen getesteten Teile verwiesen. Das mag so sein. Einstweilen sind die Rennaktivitäten aber vor allem Überbrückungsübungen für den VW-Konzern, die hoffentlich hohe mediale Aufmerksamkeit erzielen, um die Wartezeit auf die echten elektrischen Modelle zu verkürzen und den Boden zu bereiten. Denn diese müssen echte Renner werden, im Verkauf. Für VW ist das eine Schicksalsfrage und eine nicht ganz risikofreie "Wette auf die automobile Zukunft", an der die komplette Werks- und Produktionsplanung, ja sogar der angekündigte Einstieg in die Energieversorgung hängt.

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