Volkswagen verdreifacht E-Fahrzeug-Anteil dank ID.3

Marke VW steigert weltweite Verkläufe von BEV um 197 Prozent, mit PHEV um 158 Prozent, sieht sich für 2020 als Marktführer bei E-Autos in Deutschland und verzeichnete 68.800 Bestellungen des ID.3, der im Dezember in vielen Märkten zum meistverkauften E-Fahrzeug avanviert.

E(s) geht ab: Vor allem der ID.3 verpasste der E-Mobilität unterm VW-Dach den erhofften Schub. | Foto: VW
E(s) geht ab: Vor allem der ID.3 verpasste der E-Mobilität unterm VW-Dach den erhofften Schub. | Foto: VW
Redaktion (allg.)

Die Marke Volkswagen Pkw hat Fahrt aufgenommen bei der verordneten Transformation in Richtung Elektromobilitä und lieferte im zurückliegenden Jahr weltweit mehr Elektrofahrzeuge aus als je zuvor. In Summe waren es mehr als 212.000 E-Autos (+158 Prozent versus 2019) davon rund knapp 134.000 (+197 Prozent versus 2019) rein batteriebetriebene Fahrzeuge.

„Das Jahr 2020 war für Volkswagen ein Wendepunkt und der Durchbruch für das Thema Elektromobilität“, meint jedenfalls Ralf Brandstätter, CEO der Marke Volkswagen.

Trotz eines "herausfordernden Markumfeldes" habe die Marke weltweit über alle Antriebsarten rund 5,328 Millionen Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert. Dies entspreche einem Minus von rund 15 Prozent gegenüber Vorjahr. Im Jahr 2020 hatte Volkswagen Pkw neun neue Elektro- und Plug-In-Hybridmodelle auf den Markt gebracht. Der Anteil an BEV und Hybridfahrzeugen kletterte dadurch in Europa auf 12,4 Prozent der gesamten Auslieferungen der Marke - nach 2,3 Prozent in 2019. Klar das beliebteste Modell dabei war der ID.3 mit 56.500 Einheiten - obwohl dieser erst ab September in die Märkte kam, gefolgt vom e-Golf mit etwa 41.300 Einheiten und dem Passat GTE mit etwa 24.000 Autos. Insgesamt wurden 2020 rund 68.800 ID.3 bestellt und bereits mehr als 56.500 an Kunden ausgeliefert - darunter an rund 14.400 Kunden in Deutschland.

„Mit dem ID.3 haben wir einen echten Volltreffer gelandet.. Erst in der zweiten Hälfte des Jahres eingeführt, hat er fast aus dem Stand in vielen Ländern die Spitze der Verkaufscharts erreicht“, findet Vertriebschef Zellmer.

So sei der ID.3. in Finnland, Slowenien und Norwegen im Dezember jeweils der am häufigsten ausgelieferte BEV in den jeweiligen Märkten gewsen. In Schweden war der ID.3 im Dezember 2020 sogar absolut das meistverkaufte Auto - unabhängig von der Antriebsart. In den Niederlanden und Deutschland schaffte die Marke Volkswagen im Gesamtjahr 2020 den Sprung auf Platz eins unter den vollelektrischen Fahrzeugen - mit einem Anteil in Deutschland von 23,8 Prozent am BEV-Markt und 23 Prozent in den Niederlanden.

Flottenmarkt: VW sieht Durchbruch der E-Mobilität

Auch im deutschen Flottenmarkt spiegelte sich der Durchbruch der Elektromobilität wider. Hier habe sich der Anteil von BEV und PHEV-Fahrzeugen bei den Auftragseingängen auf zusammen fast 22 Prozent erhöht - nach etwa 2 Prozent in 2018 und knapp 5 Prozent in 2019. Nach dem ID.3 will man mit dem ID.4 das zweite rein elektrische Modell der Marke nach- und so weiter zulegen. Es sei das erste vollelektrische Weltauto und liege zudem als SUV voll im Trend bei den Kunden.

SUV-Anteil steigt auf 35 Prozent., Golf kommt in Fahrt

Apropos: Der Anteil der SUVs an den gesamten Auslieferungen stieg bei Volkswagen weltweit von 29,8 Prozent in 2019 auf 34,8 Prozent in 2020. Einen Schub wird dabei neben den neuen BEV-Modellen auch die in 2020 begonnene Hybrid-Offensive verleihen. Der Golf habe derweil ebenfalls „volle Fahrt aufgenommen“, wie VW erklärt, vor allem, seit im Herbst 2020 alle acht Derivate des Golf verfügbar waren. Er war 2020 erneut das meistverkaufte Auto Europas mit rund 312.000 Auslieferungen. Auch in Deutschland war das Wolfsburger Aushängeschild im abgelaufenen Jahr mit rund 133.900 Auslieferungen an Kunden wieder das meistverkaufte Fahrzeug. Ralf Brandstätter, CEO der Marke Volkswagen, erklärt stolz:

„Der Golf steht auch in 2020 da, wo er hingehört.“

Was bedeutet das?

2021 dürfte auch bei VW starke Verschiebungen im Portfolio bringen: ID.3 und ID.4 dürften Golf und Tiguan weitere Verkäufe abnehmen – doch VW hat damit in den Kernsegmenten die richtigen Fahrzeuge am Start. Die Gesamtzahlen 2021 können keinesfalls prognostiziert werden, doch der Absatz elektrifizierter Modelle wird definitiv massiv steigen. Insofern hat der harte Schwenk von Herbert Diess hin zur E-Mobilität auch sein Gutes, denn er könnte VW langfristig zukunftssicher machen. gs/jr

 
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