Volkswagen übergibt ersten ID.3 und will mit ID.4 zügig nachlegen

Erste Modelle des Elektro-Kompaktwagens gehen an Kunden - mit CO2-neutraler Auslieferung. Mit dem Crossover ID.4 will man bald nachlegen, ab 37.000 Euro. Version mit 700 km Reichweite angekündigt.

CO2-neutral ausgeliefert: Den ersten ID.3 in Dresden übergab Silke Bagschik (Leiterin Vertrieb und Marketing Baureihe e-Mobility) mit Danny Auerswald (Standortleiter Gläserne Manufaktur Dresden) und Henning Schulzki (Leiter Vertrieb und Marketing Gläserne Manufaktur Dresden) und Reinhard de Vries (Geschäftsführer Technik und Logistik Volkswagen Sachsen) an Christian Stadler (Erster Kunde). | Foto: VW
CO2-neutral ausgeliefert: Den ersten ID.3 in Dresden übergab Silke Bagschik (Leiterin Vertrieb und Marketing Baureihe e-Mobility) mit Danny Auerswald (Standortleiter Gläserne Manufaktur Dresden) und Henning Schulzki (Leiter Vertrieb und Marketing Gläserne Manufaktur Dresden) und Reinhard de Vries (Geschäftsführer Technik und Logistik Volkswagen Sachsen) an Christian Stadler (Erster Kunde). | Foto: VW
Johannes Reichel

Der Automobilhersteller Volkswagen hat sein erstes Modell der neuen vollelektrischen Baureihe ID an einen Kunden übergeben und will zeitnah mit dem Crossover ID.4 in den Verkauf starten. Die ersten Fahrzeuge des Kompaktstromers wurden in der Autostadt, in der Gläsernen Manufaktur und im Autohandel an Kunden ausgeliefert. Allein in Wolfsburg wurden im Laufe dieses Wochenendes 40 vollelektrische Fahrzeuge an vorregistrierte Frühbucher übergeben, teilte der Hersteller weiter mit.

Über 25.000 der auf 30.000 limitierten ersten Edition ID.3 1st wurden bereits europaweit verkauft. Allein in Deutschland und den Niederlanden gab es jeweils über 7.000 Bestellungen, dicht gefolgt von Norwegen und Schweden. Beide Auslieferungsstandorte des Werks bieten ein Komplettpaket an, bei dem der Kunde eine bilanziell CO2-neutrale Abholung durch CO2-Kompensation nach Goldstandard, Wissensvermittlung rund um nachhaltige Mobilität, kostenloses Laden mit Ökostrom und Testfahrten mit den E-Modellen in Anspruch nehmen kann.

Auch beim geräumigeren und größeren Crossover-Modell ID.4 will man bald in den Verkauf starten. Dieser soll ab kommendem Frühjahr zu einem Basispreis von 37.000 Euro geliefert werden. Die gut ausgestattete Erstversion ID.4 First soll 49.000 Euro kosten, die Vollausstattung ID.4 Max dann um die 59.000 Euro. Zunächst müssen die Kunden hier auf den Allradantrieb verzichten. Dafür soll es bis zu zehn Ausstattungspakete und gleich fünf Motorleistungen mit 150, 180, 204, 265 und 306 PS geben, letztere dann später mit Allradantrieb verknüpft. Der kleinste Akku kommt mit 55 kWh, die mittlere Range mit 62, darüber eine 82 kWh-Version. Zu einem späteren Zeitpunkt soll noch eine Variante mit 95 kW-Speicher folgen, die bis zu 700 Kilometer Reichweite ermöglichen soll, was ein neuer Reichweitenrekord für E-Fahrzeuge wäre. Im Vergleich zum ID.3 ist der ID.4 ersten Medienberichten nach deutlich hochwertiger ausgestattet und wartet mit besserer Anmutung im Interieur auf. Zudem gibt es ein großflächiges Panoramadach und einen bis zu 543 Liter großen Kofferraum. Das Platzangebot soll auf dem Niveau von SUV der nächsthöheren Klasse liegen. Akzente will der Hersteller auch mit AGR-Siegel-Sitzen aus tierfreiem Kunstleder und ArtVelours setzen, das zu 20 Prozent aus recyclieten PET-Flaschen besteht.

Kein Tesla: Gute Beschleunigung, dann aber Nachlassen

Ersten Presseberichten nach soll der ID.4 ein bei Tempo jenseits von 100 km/h sehr leises Fahrzeug sein, er verfügt zudem über eine für die Bauart exzellente Aerodynamik von cw-Wert 0,28. Die Beschleunigung der 204-PS-Topversion soll aus dem Stand hervorragend sein dank 310 Nm Drehmoment, aber in Verbindung mit einem Eingang-Getriebe dann relativ schnell nachlassen. Gelobt wurde zudem die Ergonomie mit Direktwahltasten für wichtige Funktionen wie Klima, Fahrerassistenz oder die verschiedenen Fahrmodi. Die Rekuperation ist in zwei Stufen wählbar, aber nicht feiner abgestuft, was zum einen das Segeln zu frühem Zeitpunkt erschwert, zum anderen die Energierückgewinnung limitiert. Das ESP präsentiert sich dem Vernehmen nach "konservativ" eingestellt und weniger dynamik-, sondern sicherheitsorientiert. Ab 25 Kilometer Restreichweite wird ein "Schildkrötenmodus" aktiviert, der elektrische Nebenverbraucher deaktiviert.

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