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Volkswagen präsentiert den MEB-Baukasten

In Dresden hat der Volkswagen-Konzern die Kampagne „Electric for All gestartet“ und den Grundstein für die neue I.D.-Familie gelegt.

In Dresden steht erstmals die MEB-Basis für die neue I.D.-Familie. | Foto: Volkswagen
In Dresden steht erstmals die MEB-Basis für die neue I.D.-Familie. | Foto: Volkswagen
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Gregor Soller

Mit BMW und Audi präsentiert auch der Volkswagen-Konzern seine konkreten Schritte in die elektrifizierte Zukunft. Grundlage dafür wird der Modulare E-Antriebs-Baukasten (MEB) sein. Als weltweit erstes Serienfahrzeug dieser Basis wird der Volkswagen I.D. ab Ende 2019 in Zwickau gebaut. In der Gläsernen Manufaktur Dresden präsentiert Volkswagen dazu den fahrbaren Unterbau ohne Karosserie und Interieur. Dresden könnte darüber hinaus der „Zusatzpilot-Standort“ für die I.D.-Fertigung werden. Entwickelt wird der I.D. allerdings von der Abteilung E-Mobility und der Forschung und Entwicklung im Stammwerk Wolfsburg. Hier wird derzeit auch das Vorserienmodell in einer Pilothalle gebaut. Für die Tests ist einmal mehr das nahe Wolfsburg gelegene Prüfgelände Ehra-Lessien zuständig.

Die Serienmodelle der I.D.-Familie werden in Sachsen gebaut, wo darüber hinaus auch die Produktion weiterer elektrifizierter Konzernmodelle angesiedelt werden könnte. Zwickau wird mit 1,2 Milliarden Euro Investitionsvolumen zum ersten reinen MEB-Werk und zum größten Kompetenzzentrum für Elektromobilität in Europa ausgebaut. Das Batteriesystem kommt dagegen aus dem Werk Braunschweig, während in Salzgitter in diesem Jahr die Vorserienfertigung von Rotor und Stator für den MEB startet. Die Produktion des kompletten MEB-Antriebs soll Ende 2018 im Werk Kassel beginnen. Der MEB ist keine modifizierte Verbrenner-Plattform, sondern zu 100 Prozent und ohne jeden Kompromiss von Anfang an auf Elektro ausgelegt. Bis Ende 2022 soll weltweit die Produktion von 27 MEB-Fahrzeugen für vier Konzernmarken starten. Dabei reicht die Bandbreite vom Kompaktauto bis zum Lifestyle-Bulli. Auch der Beetle könnte nach seinem Produktionsende als Verbrenner 2019 auf dem MEB wieder auferstehen.

Aber auch um die Ladetechnik und die Infrastruktur kümmert man sich: In Dresden zeigt VW auch erstmals einen Design-Prototypen der „Volksbox“, einer erschwinglichen „Volks-Wallbox“ zum Laden der I.D.-Modelle. Alle Fahrzeuge der I.D.-Familie sollen schnellladefähig sein. Über Schnellladesysteme sollen die Akkus in rund 30 Minuten wieder zu 80 Prozent aufgeladen werden.

Was bedeutet das?

Pünktlich zur Nutzfahrzeug-IAA und kurz vor dem Automobilsalon in Paris lässt der Volkswagen-Konzern seiner Elektrifizierungsstrategie weitere konkrete Ankündigungen und Taten folgen. Die rein elektrisch angetriebene I.D.-Familie wird ab 2019 in den sächsischen Werken montiert und an den Start gehen. Die Vorbereitungen dafür laufen an allen beteiligten Standorten.

 

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