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Volkswagen: Mit Mild-Hybrid und E-Antrieb den CO2-Ausstoß senken

Hersteller fächert seine Antriebsstrategie auf: Die milde Hybridisierung bringt eine moderate Spritersparnis von 0,4 l/100 km. Echte CO2-Reduktionen erwartet man erst mit dem batterieelektrischen Antrieb. Erstmals nennt man Details zum MEB und ID.3.

In kleinen Schritten: Der Mild-Hybrid mit 48-Volt-System kann knapp einen halben Liter an Sprit sparen, dank RSG-System. | Foto: VW
In kleinen Schritten: Der Mild-Hybrid mit 48-Volt-System kann knapp einen halben Liter an Sprit sparen, dank RSG-System. | Foto: VW
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Johannes Reichel

Volkswagen hat auf dem 40. Wiener Motorensymposium einen Ausblick auf die Antriebsstrategie der nächsten Jahre gegeben. Dabei spielt der Mild-Hybrid-Antrieb noch eine wichtige Rolle, als effizienteste Methode CO2 einzusparen, betrachtet der Konzern aber die batterieelektrische Mobilität.

„Wir wollen jedem Kunden die Mobilität bieten, die er erwartet. Und in jedem Markt genau die Mobilität bereitstellen, die benötigt wird. Deshalb setzen wir in unserer Antriebsstrategie auf einen breiten Technologiemix“, erklärt Frank Welsch, Mitglied des Markenvorstands.

Mit dem 48-Volt-Mild-Hybrid-Antrieb (mHEV) in Kombination mit dem Benzinmotor 1,5l TSI evo startet der Hersteller die nächste Hybridisierungsstufe seiner Antriebe. Das konventionelle 12-Volt-Bordnetz wird dabei mit einem 48-Volt-Netz ergänzt, das von einem DC-/DC-Wandler dirigiert wird.

Mit dieser Spannung arbeitet der Riemenstartergenerator (RSG), der seinen Platz an der Stelle der einstigen Lichtmaschine im Nebentrieb hat. Er beherrscht zwei zentrale Betriebszustände: Rekuperation und Boost. Während der Rekuperation fungiere der RSG als Generator, der einen Teil der kinetischen Energie des Fahrzeugs auffangen kann, skizziert der Hersteller. Die Rekuperationsenergie wird als elektrische Energie in einer separaten 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterie gespeichert, die unterhalb des Beifahrersitzes angeordnet ist. Beim Boosten wird diese Energie eingesetzt, um den RSG anzutreiben und den TSI zu unterstützen.

Milde Sorte: Bis zu 0,4 l/100 km Spritersparnis

Weitere intelligente Funktionen des RSG unterstützen den TSI-Motor beim Startvorgang, wo er die Funktion des Ritzelstarters übernimmt. Dabei spart er Kraftstoff und gestaltet den Startvorgang noch komfortabler, so das Versprechen. Die bereits bekannte Freilauf-Motor-Aus-Funktion bietet der mHEV ebenso. Diese Betriebsart lässt das Fahrzeug bei abgeschaltetem Motor völlig emissionsfrei „segeln“, was maßgeblich zur Verbrauchsreduzierung von 0,4 Liter/100 km beiträgt.

Erste Details zum MEB: ID.3 mit 150 kW und 330 bis 550 km Reichweite

Die effizienteste Methode, CO₂-Emissionen zu reduzieren, sieht Volkswagen dennoch im massiven Ausbau des batterieelektrischen Antriebs (BEV). Basis für die Elektroautos der nächsten Generation bildet der sogenannte MEB. Seine wesentlichen Merkmale sind die platzsparend im Unterboden verbaute Hochvoltbatterie, der kompakte E-Antrieb an der Hinter- und wahlweise Vorderachse sowie das serienmäßig vorhandene CCS-Ladesystem für schnelles Laden. Zudem ist er Basis für die neu entwickelte End-to-End-Elektronikarchitektur „E³“ und das Betriebssystem „vw.OS“, mit denen neue Mobilitätsdienste und Assistenzsysteme etabliert werden können.

Damit entwickle sich der Anbieter nach eigener Ansicht vom reinen Fahrzeughersteller zum Mobilitätsanbieter und schaffe zudem die Voraussetzungen für automatisiertes Fahren. Als Beispiel, wie Entwicklungsarbeit für die Großserien-Industrialisierung von E-Antrieben geleistet wurde, führt der Hersteller den primären Antrieb des MEB an der Hinterachse an. „Hier kommt eine permanenterregte Synchronmaschine zum Einsatz, die sich durch eine hohe Leistungsdichte, hohe Wirkungsgrade und ihre Leistungskonstanz über einen weiten Drehzahlbereich von 16.000 1/min auszeichnet“, erklärt Karsten Bennewitz, Leiter Entwicklung Hybrid- und Elektroantriebe. Das erste Fahrzeug auf Basis des MEB ist der ID.3 . Mit einer Reichweite von 330 bis über 550 km (WLTP), einer Leistung von 150 kW und einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h wird er lokal emissionsfreies Fahren ermöglichen.

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