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Volkswagen gründet „European Battery Union“ mit Northvolt

Europäische Unternehmen und Institute schließen sich unter Führung von VW und Northvolt zu Konsortium „European Battery Union“ (EBU) zusammen. Konsortium will an Fördermitteln zu Erforschung und Industrialisierung von Batterietechnologie teilhaben.

Großes Ziel: Gemeinsam mit dem schwedischen Akku-Spezialisten Northvolt will man die Pläne für eine europäische Batteriezellenfertigung forcieren. | Foto: Northvolt
Großes Ziel: Gemeinsam mit dem schwedischen Akku-Spezialisten Northvolt will man die Pläne für eine europäische Batteriezellenfertigung forcieren. | Foto: Northvolt
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Johannes Reichel

Auch als Reaktion auf den Vorstoß des Bundeswirtschaftsministeriums zur Förderung des Aufbaus einer lokalen Batteriezellenfertigung haben sich der Volkswagen-Konzern und weitere europäische Partner zur einem Konsortium zusammengeschlossen, um die Batterieforschung europaweit voranzutreiben. Geführt werden soll die „European Battery Union“ (EBU) vom VW-Konzern und dem schwedischen Batteriespezialisten Northvolt, mit dem die VW-Tochter Scania bereits eine intensive Zusammenarbeit im Nutzfahrzeugbereich pflegt. Die gemeinsamen Aktivitäten der „European Battery Union“ sollen sich auf die gesamte Wertschöpfungskette der Batterie konzentrieren – von Rohstoffen über die Zelltechnologie bis hin zum Recycling. Vorrangiges Ziel ist ein deutlich umfassenderer Kompetenzaufbau bei der Batteriezellfertigung. In dem Konsortium schließen sich Partner aus Forschung und Industrie aus sieben EU-Mitgliedsstaaten zusammen.

Die Forschungsarbeiten reichten vom Abbau von Rohstoffen, der Erforschung von Zelltechnologie und Zellfertigungsprozessen bis hin zum Recycling, präzisieren die Partner. Zudem sei die Entwicklung und Bereitstellung von Anlagetechnologien Bestandteil der Forschungsaktivitäten, die eine nachhaltige, klimafreundliche und wettbewerbsfähige Batteriezellfertigung in der Europäischen Union ermögliche, heißt es weiter. Alle beteiligten Partner wollen im Zuge der zusätzlichen geplanten Forschungsaktivitäten ihre Investitionen erhöhen. Durch die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ausgelobten Fördermittel könnten diese Aufwendungen finanziell abgebildet werden, freuen sich die Partner. Alle gewonnen Erkenntnisse der „European Battery Union“ würden länderübergreifend zwischen allen beteiligten Partnern ausgetauscht. Start der gemeinsamen Forschungsaktivitäten soll Anfang 2020 sein.

Das von zwei ehemaligen Tesla-Managern gegründete Start-up-Unternehmen Northvolt hatte bereits angekündigt, bis 2024 die größte Batteriezellfabrik für Lithium-Ionen-Batterien in Europa aufbauen zu wollen. Die Produktionskapazität solle 32 Mio. kWh jährlich betragen.

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