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VM-Fahrbericht Sono Motors Sion: Erwachsen geworden!

Nicht nur das Raumangebot, sondern auch die Technik und das Fahrverhalten des Sion verdienen das Prädikat „erwachsen“.

Erstaunlich erwachsene Fahreigenschaften: Der Sion von Sono Motors in seriennaher Ausführung. | Foto: Ch. Scheckenbach
Erstaunlich erwachsene Fahreigenschaften: Der Sion von Sono Motors in seriennaher Ausführung. | Foto: Ch. Scheckenbach
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Gregor Soller

Mittlerweile befindet sich Sono Motors auf der Zielgeraden – und braucht dafür nochmal eine Finanzspritze. Weshalb alle Geschäftsführer nochmal einluden: Laurin Hahn, Jona Christians, Thomas Hausch, Torsten Kiedel und Markus Volmer standen der Presse Rede und Antwort, zeigten einen Teil der mittlerweile 35 Validierungsfahrzeuge und erklärten auch offen, was am Alu-Spaceframe-Rohbau wo noch geändert werden wird. Mittlerweile konnte man das Leergewicht auf 1.730 kg drücken – und sparte damit nochmal über 100 kg ein – das Ziel waren 1.750 kg minus x.

Akustisches Qualitätsmerkmal: Satter Klang der Türen

Schon in der Werkstatt fällt uns der erstaunlich satte Klang der weit öffnenden Türen auf – immer schon ein erstes Qualitätsmerkmal bei neuen Fahrzeugen, das der Sion erfüllt. Anschließend dürfen wir auf einem abgesperrten Flugplatzgelände erste Runden über teils schlechte Fahrbahnen drehen und di positive Überraschung bleibt: Wir nehmen auf einem komfortablen Seriensitz Platz, die Ergonomie stimmt und man fühlt sich trotz der einfach gehaltenen Einrichtung wohl. Dabei helfen warme Texturen in den Türverkleidungen und das grüne Filtermoos, das beim Serienmodell nun doch hinter klarem Plexiglas die Luft reinigen wird. Im Heck bleibt es beim großen kastigen Kofferraum, der auch die Übersichtlichkeit unterstützt. Auch die Heckklappe schließt satt.

Wir drehen den Lenkstockwählhebel auf „D“, um loszufahren. Angenehm: Die auf 120 kW erstarkte Vitesco-Maschine läuft extrem leise und sorgt für satten Durchzug. Und sie soll deutlich effizienter sein als beim Urmodell. Die leise Umgebung unterstütz die für ein Vorserienmodell saubere Verarbeitung: Selbst auf fiesen Fugen bleibt der Sion leise und knisterfrei. Fahrwerk und Lenkung seien für diese Fahrten „pi mal Daumen“ kalibriert worden, zeigten aber erstaunliche Reife. Der Sion findet eine gelungene Synthese aus Komfort und Straffheit, die Lenkung punktet mit sauberer Abstimmung. Und trotz Frontmotor kann man weit einschlagen und damit Wendekreise schaffen, die kleiner als elf Meter sind – was den Sion wendig macht!

Bis zu 5.800 Kilometer Reichweite aus der Sonne - in München

Aus den insgesamt acht Paneelen könnte man in München könne man im Jahr durchschnittlich bis zu 5.800 Kilometer Reichweite aus Solarstrom generieren, in Kalifornien seien gar über 9.000 Kilometer drin. Was laut CTO und Technikchef Markus Volmer auch daran liege, dass die Effizienz der Solarpaneele seit Entwicklungsstart nochmal um knapp dreißig Prozent zulegte, während die Preise um fast achtzig Prozent sanken. Und in Sachen Effizienz sei perspektivisch noch mehr drin…

Geladen werden kann mit bis zu 75 kW CCS, mit bis zu 11 kW AC oder mit bis zu 3,7 kW an der Haushaltssteckdose. Dann braucht man aber 12 Stunden Geduld um bis zu 80 Prozent zu laden. An CCS klappt das in 35 Minuten, bis 100 Prozent müsse man laut Sono Motors nochmal 24 Minuten kalkulieren.

Weshalb es schade wäre, wenn die Serienfertigung des Sion jetzt kurz vor dem Ziel scheitern würde. Denn auch wenn es lange gedauert hat: Der Sion hat es geschafft, eine bezahlbare und sauber durchkonstruierte Bereicherung im Kompaktsegment zu werden. Und es deshalb verdient, 2023 endlich in (Vor-)Serie zu gehen!

Was bedeutet das?

Der Sion bleibt sich treu: Optisch will er eher Gebrauchsgegenstand denn Glamourcar sein - aber dafür fährt er sich erstaunlich freudig und kompetent. Jetzt ist einmal mehr die Community gefragt, die dem Sio jetzt finanziell über die letzte Hürde helfen muss.

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