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Viva Tech 2019: Bolt Mobility präsentiert E-Pkw

Das vom jamaikanischen Rekord-Sprinter Usain Bolt mitgegründete Unternehmen setzte bisher vor allem auf Tretroller respektive E-Scooter. Auf der Viva Tech in Paris präsentierte man nun den E-Pkw Nano.

Mitgründer Usian Bolt zieht das Tuch vom Nano - dem ersten Pkw des Unternehmens, der ab 2020 gebaut werden soll. | Foto: G. Soller
Mitgründer Usian Bolt zieht das Tuch vom Nano - dem ersten Pkw des Unternehmens, der ab 2020 gebaut werden soll. | Foto: G. Soller
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Gregor Soller

Auch der elektrische Bolt „Nano“ setzt auf zwei hintereinander angeordnete Sitze. Großen Wert legte Usian Bolt, der zur Präsentation selbst anwesend war samt den Entwicklern auf die Sicherheit und Robustheit, auch bei einem Seitenaufprall. Und amerikanisch-pragmatisch erwähnte man auch den geräumigen Innenraum für Passagiere und Gepäck, wobei man scherzte, das der Raum in Reihe zwei etwas eng werden könnte, wenn Usian Bolt mit seinen 1,95 Metern Körpergröße als Chauffeur vorn sitzt.

Wichtig ist, dass der Bolt durch einfache Standardtüren passe und dass auf US-Parkplätzen vier Bolt „Nano“ Platz fänden. Ein großer Unterschied zu anderen Stromern ist das Paket aus bis zu vier austauschbaren Akkus, die in Summe bis zu 300 Kilometer Reichweite bieten sollen. In der Regel dürften aber kleinere Akkusets verbaut sein, die man mit ins Haus nehmen kann oder an künftige „Nano-Stationen“ ansteckt, die auch als Ladepools dienen sollen. Denn der Nano wurde in erster Linie für den Einsatz in einer Ridesharing-Flotte entwickelt. Dazu gehört natürlich umfassende Konnektivität samt einer App, die beim Routenplanen unterstützt. Über die App lassen sich außerdem die Kosten einer Fahrt nachverfolgen und mit einem zweiten Passagier teilen.

Der Preis wurde mit 9999 Dollar (ca. 8960 Euro) festgesetzt und der Bolt Nano vorbestellt werden. Die Auslieferung in den USA soll Ende 2020 starten. Auch eine Expansion nach Europa ist geplant. Dabei ist noch nicht geklärt, ob Bolt den Nano wie seine E-Tretroller in Kooperation mit Partnern und Städten großflächig selbst verleihen will.

Was bedeutet das?

Wie Microlino geht Bolt den Weg vom Roller zum Auto. Es wird interessant sein zu sehen, wie das Konzept in den USA angenommen wird – einem prinzipiell innovationsfreudigen Markt, in dem kleine und kleinste „Autos“ aber immer sehr schwer hatten. In Europa könnte das Konzept, so es korrekt aufgezogen wird, gut funktionieren.

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