Vitesco-Achsantrieb EMR4: Milliardenauftrag von Hyundai

Achsantrieb EMR4 soll bei den Koreanern im B/C Elektrofahrzeug-Segment eingesetzt werden. Volumen von 2 Milliarden Euro. 3-in-1-Plattform aus Elektromotor, Leistungselektronik und Getriebe und vierte Achsantriebsgeneration in Nachfolge der EMR3.

Unter der Haube: Vitesco verbucht einen Großauftrag für seine kommende EMR4-Achsantriebsplattform, die deutlich effizienter und besser skalierbar sein soll als die EMR3. | Foto: Vitesco
Unter der Haube: Vitesco verbucht einen Großauftrag für seine kommende EMR4-Achsantriebsplattform, die deutlich effizienter und besser skalierbar sein soll als die EMR3. | Foto: Vitesco
Johannes Reichel

Die Ex-Conti-Tochter Vitesco Technologies hat einen weiteren Großauftrag für seine E-Achsantriebe verzeichnet. So sollen die Regensburger im Volumen von  zwei Milliarden Euro ihre neue Achsantriebsgeneration EMR4 (Electronics Motor Reducer) an die Hyundai Motor Group liefern. Der Auftrag wurde bereits im März auf der Jahrespressekonferenz von Vitesco Technologies – damals ohne Kundennennung - erwähnt. Der Fahrzeughersteller aus Korea werde die integrierte 3-in-1-Einheit mit 400 V/160 kW ab dem Jahr 2024 in seinem globalen B/C-Elektrofahrzeug-Segment einsetzen.

„Dieser Auftrag bestätigt uns einmal mehr in unserer Strategie mit der frühzeitigen Fokussierung auf Elektromobilität“, erklärte Andreas Wolf, Vorstandsvorsitzender von Vitesco Technologies.

 

Die EMR4-Plattform baut dabei auf die Grundlagen, die mit der EMR3 gelegt wurden. Diese kommt etwa im Stellantis-Konzern und sämtlichen Elektro-Fahrzeugmodellen der Marken zum Einsatz. Durch weitere Optimierungsmaßnahmen, den Einsatz neuer Technologien und umfassendes Industrialisierungs-Know-how gelang es dem globalen Entwicklungsteam die EMR4-Plattform noch effizienter und leistungsstärker zu machen, verspricht der Anbieter. Einen nicht unwesentlichen Anteil daran haben etwa die Halbleiter aus Siliziumkarbid (SiC) im Inverter der Antriebsplattform. Das neue Achsantriebskonzept lasse sich zudem gut skalieren. So können mit der EMR4 komplette Fahrzeugplattformen und zudem unterschiedliche Fahrzeugsegmente mit lediglich einem Antriebssystem ausgerüstet werden. Realisiert wurde dies durch einen modularen Ansatz mit klar definierten Schnittstellen und einer Design-for-Manufacturing-Philosophie, wie man skizziert.

„Für unseren neuen elektrischen Achsantrieb haben wir die internen Schnittstellen standardisiert, dabei größtmögliche Flexibilität nach außen generiert, um somit maßgeschneiderte und gleichzeitig kostenoptimale Lösungen anbieten zu können“, erklärt Thomas Stierle, Mitglied des Vorstands und Leiter des Geschäftsbereiches Electrification Technology bei Vitesco Technologies.

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