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VISION mobility THINK TANK: Die Zeit läuft ab – wie wir schnell CO2-neutral werden können

Wie werden wir schnell CO2-neutral? Das Panel auf der IAA MOBILITY bot dazu  spannende Einblicke. 

 

 

 

 

 

Spannende Einblicke: Christian Eckert, Chief Experience Officer der icon group, Jochen Berner, Head of Sustainability Strategy bei der ZF Group und Moderator Gregor Soller, Chefredakteur der VISION mobility. | Foto: M. Frey
Spannende Einblicke: Christian Eckert, Chief Experience Officer der icon group, Jochen Berner, Head of Sustainability Strategy bei der ZF Group und Moderator Gregor Soller, Chefredakteur der VISION mobility. | Foto: M. Frey
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Gregor Soller

Unterschiedlicher hätten die Panel-Teilnehmer nicht sein können, die Gregor Soller, Chefredakteur der VISION mobility moderieren durfte: Markus Bast ist Managing Director und Director Vertrieb B2B DACH Michelin, Jochen Berner ist Head of Sustainability Strategy bei der ZF Group und Christian Eckert ist Chief Experience Officer icon group: Damit waren Reifenindustrie, Zulieferer und ein reines Digitalunternehmen an einem Tisch.

Umweltkatastrophen mit Milliardenschäden finden rechnerisch mittlerweile alle 18 Minuten statt!

Das Thema brannte – im Wortsinn: Denn immer krassere Wetterlagen machen den Klimawandel allerorts spürbar. Umso wichtiger ist ein schneller Umstieg auf eine CO2-neutrale Zukunft. Erschreckend war die Aussage von Jennifer Lee Morgan, Staatssekretärin und Sonderbeauftragte für internationale Klimaschutzmaßnahmen im Auswärtigen Amt auf dem chinesischen Weltkongress für „New Energy Vehicles“, der diesmal auf der IOAA stattfand: Sie erklärte, dass sich weltweit alle 18 Minuten eine Umweltkatastrophe ereignet, die Schäden in Milliardenhöhe verursacht.

Derzeit sei es wahrscheinlicher, dass die Temperaturen bis 2035 auf 2,5 bis 2,7 Grad statt auf 1,5 Grad ansteigen werden, sagte sie. Dennoch zeigte sie sich optimistisch, dass es uns gelingen wird, das Ruder noch rechtzeitig herumzureißen. Sie sieht die 2020er Jahre als das entscheidende Jahrzehnt, um dies zu erreichen. Wenn es uns nicht gelingt, das Ruder herumzureißen, würden die Umweltkatastrophen bald solche Ausmaße annehmen, dass die Gesundheit und der Wohlstand der gesamten Menschheit auf dem Spiel stünden.

Neue Ansätze in der Diskussion

Dem stimmten die Panelteilnehmer zu und brachten viele spannende Rezeopte mit: Diec reichen von komplett neuen Produkten – Michelin ist am Wisemo-Segel beteiligt, mit dem der Schiffverkehr CO2-ärmer werden soll – über das Umstellen der kompletten Produktion bis hin zum Vorprodukt bei ZF bis hin zu digitalen Sparmaßnahmen bei Icon Impact: „Daten gezielten abfragen und speichern spart jede Menge Energie“, erklärte Eckert mit Blick auf die energieintensiven Serverfarmen nicht nur in den USA.

Interessant auch der Ansatz von ZF-Sustainability-Stratege Berner, dass man aufhören muss, in der Mobilitätsbranche linear zu denken: OEM-Zulieferer TIER 1 - TIER 2 - TIER 3 und so weiter…hier müsse man künftig zirkular denken und ein OEM könne durchaus auch zum Rohmaterial-Lieferanten für Recyclingmaterial (dem Auto) werden….

Nach knapp 45 Minuten gab es viele neue spannende Ansätze und Ideen – Im Detail finden sich die alle im Video wieder.

Was bedeutet das?

Der Wandel der Industrie hin zur CO2-Neutralität ist in vollem Gange. Man darf nur nicht hoffen, dass man hier einfach einen Schalter umlegen könne. Stattdessen sind es viele kleine Schritte, die zum Erfolg führen. Der erste Schritt wurde schon lange gegangen und es ist spannend zu sehen, welche diesem folgen….

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