Virenschutz: Regensburger Emil-Busse mit neuer Hygiene-Technologie

Dyphox stattet Regensburger Elektrobusse mit seiner gleichnamigen Hygiene-Technologie aus, die bis zu einem Jahr gegen Viren, Bakterien, Pilze und Sporen wirken soll.

In Corona-Zeiten: Die Regensburger Emil-Busse wurden mit Dyphox ausgerüstet. Das dauerhaft aktive antimikrobielle Wirkstoffsystem kann als Additiv in Lacke, Drucklacke, Wandfarben, Silikone und Flüssigkeiten eingebracht oder als Sprüh- und Wischlösung für eine nachträgliche Beschichtung von Oberflächen verwendet werden und soll das Risiko der Weitergabe von Keimen signifikant reduzieren. (Foto: Hanno Meier)
In Corona-Zeiten: Die Regensburger Emil-Busse wurden mit Dyphox ausgerüstet. Das dauerhaft aktive antimikrobielle Wirkstoffsystem kann als Additiv in Lacke, Drucklacke, Wandfarben, Silikone und Flüssigkeiten eingebracht oder als Sprüh- und Wischlösung für eine nachträgliche Beschichtung von Oberflächen verwendet werden und soll das Risiko der Weitergabe von Keimen signifikant reduzieren. (Foto: Hanno Meier)
Redaktion (allg.)
von Martina Weyh

Mehr Sicherheit für Emil-Fahrgäste und -Fahrer in Regensburg: Das Unternehmen Dyphox aus dem BioPark Regensburg hat sämtliche Oberflächen, die in den Regensburger Emil-Bussen häufig berührt werden, unentgeltlich mit seiner gleichnamigen Hygiene-Technologie ausgestattet.

Bis zu einem Jahr lang viren-, pilz-, sporen- und bakterienfrei

Die lackartige, umweltschonende Beschichtung soll laut Unternehmen dauerhaft Keime aller Art abtöten. Dazu wurden in den Bussen im Fahrgastbereich neben Haltegriffen und -schlaufen, Armlehnen, Entwertungsautomaten und Türdrückern auch der gesamte Arbeitsbereich der Busfahrer mit Dyphox beschichtet. Durch die Dyphox-Oberflächenbeschichtung sind sowohl Fahrgäste als auch Fahrer der Elektrobusse besser vor Schmierinfektionen geschützt. Bis zu einem Jahr soll die Beschichtung gegen Viren, Bakterien, Pilze und Sporen wirken, verspricht das Unternehmen.

Für Menschen sei das Verfahren, das auf einem rein physikalischen Effekt beruhe, vollkommen unschädlich, die Wirksamkeit darüber hinaus durch eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Regensburg bestätigt, teilt Dyphox weiter mit.

In den Öffis und darüber hinaus – Anwendung in vielen verschiedenen Bereichen möglich

Entwickelt wurde die Technologie, die jetzt den Passagieren und Fahrern der Regensburger Emil-Busse zugutekommt, um Übertragungsketten multiresistenter Keime in Kliniken zu unterbrechen und kommt ursprünglich aus der Krebstherapie (weißer Hautkrebs).

Jetzt will das Unternehmen die Anwendung in eine Vielzahl von Bereichen ausweiten – so wurden im BioPark, einem Teil der Universität Regensburg, erst kürzlich viele Oberflächen mit Dyphox beschichtet, darunter Türklinken, Tastaturen und Lichtschalter, um Mitarbeiter und Besucher des Technologie- und Gründerzentrums besser gegen krankheitserregende Keime zu schützen.

Was bedeutet das?

Die Beschichtung bietet neue Perspektiven. Denkbar sei die keimabweisende Beschichtung von Oberflächen auch im öffentlichen Bereich, in Bürogebäuden, in der Gastronomie und in der Lebensmittelindustrie, so Dyphox-Ceo Xaver Auer, denn die Technologie sei höchst effektiv. Das Unternehmen will jetzt Produktionskapazitäten und Personal signifikant aufstocken und hat dazu von seinen Investoren weitere finanzielle Mittel akquiriert.

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