Verbands-Appell: Private Ladeinfrastruktur ist zentraler Hebel

Verbände VDA, BDEW und GdW sehen im Ausbau privater Ladeinfrastruktur einen wichtigen Faktor für den Erfolg der E-Mobilität. 

Anschluss finden: Verbände verweisen auf die große Bedeutung privater Ladeinfrastruktur für den Markthochlauf der E-Mobilität. | Foto: Opel
Anschluss finden: Verbände verweisen auf die große Bedeutung privater Ladeinfrastruktur für den Markthochlauf der E-Mobilität. | Foto: Opel
Johannes Reichel

Mit einem gemeinsamen Papier haben der Verband der Automobilindustrie (VDA), der Bundesverband der Energie- und Wasserswirtschaft (BDEW) und der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) an die Politik appelliert, die Rahmenbedingungen für den Ausbau privater Ladeinfrastruktur zu verbessern.

"Mit einem Anteil von rund 85 Prozent der Ladevorgänge ist die private Ladeinfrastruktur ein zentraler Hebel für den Markthochlauf der Elektromobilität", glauben die Verbände.

In dem Schreiben sprechen sich die Verbände für eine stärkere staatliche Förderung der Installation und Errichtung privater Ladeinfrastruktur aus. Insbesondere in Wohnanlagen hält man Impulse für nötig, um die nach dem Dafürhalten der Autoren "erhebliche Erstinvestitionsschwelle" abzusenken. Das Konjunkturpaket sehe hierfür Mittel für den Ausbau einer modernen und sicheren Ladeinfrastruktur vor, unter anderem mit einer Förderung von privaten und gewerblichen Ladeeinrichtungen in Höhe von einer halben Milliarde Euro.

Zügiger Abschluss der Gesetztes-Projekte als Voraussetzung

Wichtige Rahmenbedingungen für die Errichtung von Lademöglichkeiten sollten durch die Umsetzung des Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetzes (GEIG) und des Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetzes (WEMoG) geschaffen werden, so die Verbände weiter. Sie fordern daher einen zügigen Abschluss der Verfahren. Bei der Umsetzung solle "auf den erforderlichen Hochlauf, Praktikabilität und die Belange aller Marktteilnehmer geachtet und die Auswirkungen auf die Wohnkosten berücksichtigt werden", so die Forderung.

Um organisatorische und prozessuale Schwierigkeiten beim Laden in Mehrfamilienhäusern zu identifizieren und zu lösen, schlagen VDA, BDEW und GdW eine gemeinschaftliche Initiative zum Laden am Wohnort vor. Mit der sollen Versorger, Netzbetreiber, Immobilienunternehmen und Automobilhersteller an ausgewählten Standorten den bedarfsbezogenen Aufbau von Ladeinfrastruktur vorantreiben können.

"Ziel ist es, vervielfältigbare Lösungen des privaten Ladens in urbanen Wohnsituationen zur Unterstützung des Markthochlaufs der Elektromobilität zu entwickeln", skizzieren die Verbände.

Was bedeutet das?

Noch immer hindern Gesetze den Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur - hier fordern die Verbände jetzt rasches Handeln der Politik

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