VDL: Wie man die Batteriepakete im Boden verteilt

Jüngst veröffentlichte Grafik zeigt die platzsparende Anordnung in zwei Reihen links und rechts im Boden zwischen den beiden Achsen.

So sollen beim neuen elektrischen Citea die Batteriepakete im Fahrzeugboden verteilt sein. (Grafik: VDL)
So sollen beim neuen elektrischen Citea die Batteriepakete im Fahrzeugboden verteilt sein. (Grafik: VDL)
Johannes Reichel
von Claus Bünnagel

Auf seinen sozialen Medien hat VDL noch einmal ein kleines Detail zur Presseveröffentlichung in der vergangenen Woche nachgelegt, nach der die künftige, 2021 zur Busworld erstmals zur Präsentation anstehende Generation des elektrischen Citea seine Batteriepakete im Fahrzeugboden platziert hat. Auf einer nun veröffentlichten Grafik erkennt man die Anordnung in zwei Reihen links und rechts im Boden zwischen den beiden Achsen. Ausgespart ist nur der Bereich des Mitteleinstiegs. Auch links im Heck ist noch Raum für ein Akkupaket, während rechts eine dritte Türe platziert werden kann. Geht man davon aus, dass jedes einzelne der 13 Pakete eine Kapazität von 30 bis 35 kWh besitzt, könnten so 400 bis 450 kWh an Batteriekapazität mitgeführt werden. Das wäre für ein Fahrzeug wie den Citea mit seinem Aufbau in Leichtbauweise ausreichend, um in Kombination mit einer Wärmepumpe zu jeder Jahreszeit Reichweiten von mindestens 250 bis 300 km zu ermöglichen.

Die große (Platzierungs-)Freiheit

Der Vorteil von speziell für den elektromobilen Einsatz bestimmten Fahrzeugen mit der Batterieplatzierung möglichst im Fahrzeugboden besteht neben der Leichtbauweise darin, dass die Entwickler nicht mehr an die festen Positionen für ein Großteil der restlichen Komponenten gebunden sind. Beim Verbrenner ist beispielsweise der Platz für den Verbrennungsmotor meist links im Heck relativ starr vorgegeben. Infolgedessen konnte VDL nun das technische Design weitestgehend selbst bestimmen und das Gewicht der Komponenten so optimal wie möglich verteilen, indem beispielsweise die Motoren in die Räder integriert wurden und die Position der Achsen und Türen optimiert werden konnte.

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