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VDA-Präsident Mattes fordert koordinierten Netzausbau

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) bekräftigt seine Forderung an die Politik, den Ausbau des Ladenetzwerkes koordiniert und zügig voranzutreiben.

VDA-Präsident Mattes fordert gemeinsame Anstrengungen von Bund, Ländern und Kommunen - gemeinsam mit der Autoindustrie. | Foto: VDA
VDA-Präsident Mattes fordert gemeinsame Anstrengungen von Bund, Ländern und Kommunen - gemeinsam mit der Autoindustrie. | Foto: VDA
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Gregor Soller

Auch wenn VDA-Präsident Bernhard Mattes nicht mehr lange im Amt sein wird, forderte er trotzdem nochmal eine koordinierte Anstrengung zum Ladenetzausbau. Dafür müssten Bund, Länder und Kommunen klare Ziele definieren und rechtliche Hürden abbauen:

„Die Kommunen spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie müssen in dem Prozess zum Ausbau der Ladesäulen in ihrer Verantwortung gestärkt werden. Außerdem sollten sie mit anderen öffentlichen Planungsträgern Unterstützung und klare Orientierungsmarken für das Errichten von Ladesäulen-Netzen bekommen“,

Laut Mattes sei die Bundesregierung gefordert, den Ausbau ressortübergreifend abzustimmen. Auch das Umsetzungsmonitoring und die Bereitstellung von Statusinformationen obliegen dem Bund. Außerdem seien die Elektromobilitätsmanager in den Kommunen ein wichtiger Baustein zur regionalen Umsetzung. Wichtig sei hier laut Mattes ein regelmäßiges Monitoring der Umsetzung aller Auf- und Ausbaupläne und ein transparentes sowie bürgernahes Verfahren. Einmal mehr bekräftigte er auch seine Forderung nach dem Abbau rechtlicher Hürden, vor allem im Miet- und Wohnungseigentumsrecht.

Eine übergreifende Koordinierung des Infrastrukturaufbaus durch Bund, Länder und Kommunen würden den Ausbau gezielt beschleunigen. Denn aktuell wurden wenig konkrete Gesamtziele und Pflichten formuliert. Der Aufbau des Ladenetzes erfolgt entsprechend fragmentiert und regional sehr unterschiedlich. Die von der Bundesregierung geplante „Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur“ sei laut Mattes ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Aber diese Leitstelle müsse „Biss“ haben. Diese soll noch 2019 eingerichtet werden.  Sie soll die entsprechenden Bundes- und Landes-Aktivitäten koordinieren und die Kommunen bei der Planung und Umsetzung unterstützen.

Auch Automobilindustrie selbst schiebt mit an: Sie will bis Ende 2022 bis zu 15.000 Ladepunkte auf betrieblichen Parkflächen und dem angeschlossenen Handel errichten. Bis 2030 sollen es 100.000 werden. Die Automobilindustrie ist darüber hinaus bereit, die Leitstelle auch durch Entsendung technischer Experten aktiv zu unterstützen.

Was bedeutet das?

Wenn der große Durchbruch in Sachen Elektrifizierung gelingen soll, muss man koordiniert vorgehen. Dazu müssen Bund, Länder und Kommunen zusammen mit der Industrie ihre Kräfte bündeln.  

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